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Bewegende Trauerfeier für Tänzer

In Rio de Janeiro haben rund 400 Freunde und Verwandte dem getöteten Tänzer Douglas Rafael da Silva Pereira die letzte Ehre erwiesen. Nach der Beerdigung kam es zu neuen Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Wut und Trauer in Rio de Janeiro: Freunde und Verwandte des getöteten Tänzers Douglas Rafael da Silva Pereira in der Favela Pavao-Payaozinho. (25. April 2014)
Wut und Trauer in Rio de Janeiro: Freunde und Verwandte des getöteten Tänzers Douglas Rafael da Silva Pereira in der Favela Pavao-Payaozinho. (25. April 2014)
Reuters
Nach der Trauerfeier kam es erneut zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. 24. April 2014)
Nach der Trauerfeier kam es erneut zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. 24. April 2014)
Keystone
Versuchen die Situation unter Kontrolle zu bringen: Polizisten mit geladenen Waffen an der Copacabana. (22. April 2014)
Versuchen die Situation unter Kontrolle zu bringen: Polizisten mit geladenen Waffen an der Copacabana. (22. April 2014)
AFP
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Zwei Tage nach den schweren Unruhen nahe der Copacabana in Rio de Janeiro ist unter grosser Anteilnahme der Tänzer beigesetzt worden, dessen Tod die Strassenschlachten ausgelöst hatte. Rund 400 Menschen erwiesen Douglas Rafael da Silva Pereira die letzte Ehre. Dabei mischte sich in die Trauer immer wieder Wut auf die brasilianischen Sicherheitskräfte, die den 26-Jährigen getötet haben sollen.

Teilnehmer der Beisetzung skandierten «Polizei - Mörder» und forderten in Sprechchören «Gerechtigkeit» für den Toten. Die Mutter des 26-Jährigen sagte mit Blick auf in der Nähe postierte Polizisten: «Was machen die hier? Sie haben meinen Sohn getötet und wagen es, hierher zu kommen?»

Während die meisten der Trauernden nach der Beisetzung friedlich nach Hause gingen, lieferten sich etwa 20 bis 30 Menschen an einer Strassenkreuzung Auseinandersetzungen mit der Polizei. Dabei setze die Polizei laut dem Bericht eines AFP-Korrespondenten Tränengas ein.

Zu Tode geprügelt

Der durch TV-Sendungen bekannte Douglas Rafael da Silva Pereira war ein Idol für viele junge Slumbewohner. Der Tänzer geriet nach Darstellung von Freunden in eine Schiesserei zwischen Drogendealern und Polizisten nahe der weltberühmten Copacabana. Er habe sich in einen Kinderhort geflüchtet, sei jedoch von den Sicherheitskräften aufgegriffen und zu Tode geprügelt worden. Die Polizei sprach hingegen von Hinweisen, der 26-Jährige sei nach einem Sturz gestorben.

Der Tod des Tänzers hatte am Dienstag stundenlange Strassenschlachten mit der Polizei ausgelöst, bei denen ein 27-Jähriger erschossen wurde. Die Unruhen waren ein neuer, trauriger Höhepunkt der Proteste vor der Fussball-Weltmeisterschaft in Brasilien, die in rund sieben Wochen beginnt. Schon im vergangenen Jahr war es zu monatelangen, teils gewaltsamen Demonstrationen gegen die Milliardenausgaben für die Infrastruktur gekommen, während grosse Bevölkerungsteile unter Armut und Gewalt leiden.

In Rio de Janeiro finden insgesamt sieben WM-Spiele statt, darunter das Finale am 13. Juli. FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke erklärte bei einem Besuch in Brasilien, dass der Tod des Tänzers und die folgenden Unruhen die WM nicht in Frage stellten. «Es ist ein tragischer Vorfall, der traurig macht», sagte er am Donnerstag in Fortaleza im Norden des Landes. «Aber es bedeutet nicht, dass die WM in Gefahr ist.»

AFP/wid

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