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Berlusconi soll Ruby 13-mal für Sex bezahlt haben

Der italienische Regierungschef soll zwischen dem 14. Februar und 2. Mai 2010 die damals noch minderjährige Marokkanerin Ruby 13-mal für Sex bezahlt haben. Dies geht aus Akten der Staatsanwaltschaft hervor.

Grimmiger Blick: Silvio Berlusconi macht die Sexaffäre zu schaffen.
Grimmiger Blick: Silvio Berlusconi macht die Sexaffäre zu schaffen.
Keystone

Das siebenseitige Dokument der Mailänder Staatsanwaltschaft bezieht sich auf Ermittlungen gegen drei Vertraute, die dem Regierungschef Prostituierte zugeführt haben sollen. Die drei sollen Ruby zu ausschweifenden Partys in die Residenz Berlusconis gelockt haben, als sie noch 16 Jahre alt war.

33 junge Frauen sollen sich an den Partys in der Villa des italienischen Ministerpräsidenten beteiligt und dafür Geld bekommen haben, behaupten die Staatsanwälte.

«Vorwürfe sind absurd»

Berlusconis Rechtsanwalt Nicolo Ghedini bestritt vehement die Vorwürfe, wonach der Premier Ruby für Sex bezahlt und ihr teure Geschenke gemacht habe. «Die Vorwürfe gegen den Regierungschef sind absurd. In Berlusconis Villa haben nur normale Diners stattgefunden. Sowohl Berlusconi als auch Ruby bestreiten die Vorwürfe der Ermittler entschieden», meinte Ghedini.

Auch Berlusconi reagierte empört auf die Anschuldigungen der Mailänder Ermittler. «Das sind wahnsinnige Vorwürfe. Ich werde an allen Gerichtsverhandlungen teilnehmen, um mich zu verteidigen», sagte der Premier nach Angaben der römischen Tageszeitung «La Repubblica» am Mittwoch.

Er sei zu alt, um all die ihm vorgeworfenen sexuellen Kontakte gehabt zu haben. Obwohl er «ein bisschen ungezogen» sei, seien 33 Mädchen in zwei Monaten selbst für einen 30-Jährigen etwas viel, sagte Berlusconi dem Blatt.

Berlusconi erscheint vor Gericht

Der Ministerpräsident will nach Angaben seiner Anwälte in den Prozessen, die gegen ihn laufen, montags vor Gericht erscheinen. Der Regierungschef wolle persönlich anwesend sein, um sich zu verteidigen, allerdings sei er nur montags abkömmlich, sagte Anwalt Ghedini.

In den Verfahren geht es um Steuerbetrug, Korruption, Amtsmissbrauch und Sex mit einer Minderjährigen. Höhepunkt ist das für den 6. April angesetzte Schnellverfahren um die «Sexaffäre».

SDA/bru

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