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Alle Opfer nach Ju-52-Absturz geborgen

Die Bergungsarbeiten beim Piz Segnas oberhalb von Flims GR sind abgeschlossen. Die Luftraumsperre wird ebenfalls aufgehoben.

Ju-52-Absturz: Alles zum schwersten Flugzeug-Unglück in der Schweiz seit 17 Jahren. (Video: Tamedia/Lea Koch)

Die zwanzig Todesopfer des Flugzeugunglücks der Ju-52 vom Samstag wurden geborgen und das Wrack wurde abtransportiert, teilte die Bundesanwaltschaft (BA) mit. Dies sei einem ausserordentlichen Einsatz aller beteiligten Behörden und Organisationen zu verdanken. Beteiligt waren die Kantonspolizei Graubünden, die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust), die Feuerwehr, die Rega, die Luftwaffe, der Schweizer Alpen-Club (SAC), der Zivilschutz, das Care Team Grischun, die Gemeinde Flims und das Amt für Natur und Umwelt des Kantons Graubünden.

«Der schwierigste und schwärzeste Tag in der 36-jähigen Geschichte der Ju-Air»: Kurt Waldmeier, Gründer und CEO Ju-Air an der Pressekonferenz am 5. August 2018.
«Der schwierigste und schwärzeste Tag in der 36-jähigen Geschichte der Ju-Air»: Kurt Waldmeier, Gründer und CEO Ju-Air an der Pressekonferenz am 5. August 2018.
Melanie Duchene, Keystone
Unter den Opfern befinden sich 8 Paare und 4 Einzelpersonen: Die Kantonspolizei informierte in Flims über die bisherigen Erkenntnisse zum Absturz. (5. August 2018)
Unter den Opfern befinden sich 8 Paare und 4 Einzelpersonen: Die Kantonspolizei informierte in Flims über die bisherigen Erkenntnisse zum Absturz. (5. August 2018)
Melanie Duchene, Keystone
Undatierte Aufnahme einer fliegenden Junkers Ju-52 mit Schweizer Zulassung.
Undatierte Aufnahme einer fliegenden Junkers Ju-52 mit Schweizer Zulassung.
Str, Keystone
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Nach Abschluss der Bergung wird auch die Luftraumsperre um den Piz Segnas im Verlauf des Dienstagabends aufgehoben, wie das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) per Twitter meldete. Auch die Wanderwege sind wieder frei.

Parallele Untersuchungen

Unter der Koordination der BA werde nun die formelle Identifizierung der Opfer vorgenommen. Zudem würden die eingeleiteten Untersuchungen und Abklärungen weitergeführt.

Die strafrechtlichen Abklärungen der Bundesanwaltschaft werden laut der Mitteilung parallel zu den Untersuchungen der Sust durchgeführt, welche im Rahmen einer Sicherheitsuntersuchung die Unfallursache abklärt. Diese Arbeiten dürften mehrere Wochen oder Monate in Anspruch nehmen.

Bazl verordnet kein Grounding

Die Betreiberin der Unglücksmaschine, die Dübendorfer Ju-Air, hatte zuvor mitgeteilt, dass sie den Flugbetrieb am 17. August wiederaufnehmen will. Sie hatte nach dem Absturz der historischen «Tante Ju» den Betrieb auf freiwilliger Basis vorübergehend eingestellt.

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) nahm von den Absichten der Ju-Air Kenntnis, wie es mitteilte. Solange kein erhärteter Verdacht eines technischen Defektes vorliege, könne das Bazl kein Grounding der Ju-Air-Flotte anordnen. Sollten sich bis zum 17. August neue Erkenntnisse ergeben, würde die Behörde aber Massnahmen treffen und wenn nötig ein Flugverbot erteilen.

SDA/fal

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