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Bergsteiger sitzen beim Mont Blanc fest

Seit fünf Tagen harren zwei Bergsteiger im Massiv aus und warten auf die Rettung. Ein Helikopter musste wegen dichten Nebels umkehren. Die Hoffnungen der Männer ruhen auf einem Schneeloch.

Das Massiv ist eine tödliche Falle: Blick von La Jonction auf den wild zerrissene Glacier des Bossons und den Glacier du Taconnaz (ganz rechts), sowie darueber die Aiguilles du Midi und Mont Blanc (rechts im Nebel)
Das Massiv ist eine tödliche Falle: Blick von La Jonction auf den wild zerrissene Glacier des Bossons und den Glacier du Taconnaz (ganz rechts), sowie darueber die Aiguilles du Midi und Mont Blanc (rechts im Nebel)
Keystone

Dichter Nebel hat die Bergung zweier Bergsteiger verhindert, die seit fünf Tagen bei eisiger Kälte am französischen Mont-Blanc-Massiv festsitzen. Dichte Wolken und Nebel hätten einen Rettungshelikopter wieder zum Umkehren gezwungen, sagte Jean-Baptiste Estachy von der Bergwacht. «Es war unmöglich. Bei diesen Himalaya-Bedingungen riskiert man am Ende das Leben der Rettungsmannschaften», erklärte der Chef der Bergrettung von Courmayeur, Oscar Taiola.

Am Sonntag waren vier Versuche gescheitert, von französischer und italienischer Seite zu dem 47-jährigen Bergführer Olivier Sourzac und der 44-jährigen Pariserin Charlotte Demetz zu gelangen, die als erfahrene Alpinistin gilt.

Null Grad im Schneeloch

Die beiden sitzen seit Mittwoch wegen Schneestürmen in 4000 Metern Höhe fest, wo nachts die Temperaturen auf minus 25 Grad sinken. Am Freitag brach der Telefonkontakt ab, da der Akku von Sourzacs Telefon leer war. Zuvor hatte der Bergführer noch berichtet, dass er für sich und seine Begleiterin ein Loch im Schnee gegraben habe.

«Wenn sie sich in einem gegrabenen Schneeloch befinden, haben sie eine Temperatur von um die Null Grad, was selbst einige Tage noch erträglich ist», sagte der Bruder des festsitzenden Franzosen, der ebenfalls Bergführer ist, dem «Parisien».

SDA/miw

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