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Behörden geben grünes Licht für Evakuierung der Himalaja-Touristen

Seit Mittwoch sitzen Hunderte Touristen im Himalaja-Gebiet fest. Einige Trekker machten sich zu Fuss auf den Weg, weil die Flugzeuge nicht fliegen konnten. Doch nun kann mit der Evakuierung begonnen werden.

Warten auf einen Flugtransport: Gestrandete Touristen auf dem Flughafen Lukla. (6. November 2011)
Warten auf einen Flugtransport: Gestrandete Touristen auf dem Flughafen Lukla. (6. November 2011)
AFP

Die nepalesischen Behörden haben heute mit der Evakuierung Hunderter auf dem einzigen Flughafen der Mount-Everest-Region gestrandeter Bergsteiger begonnen. Ein Polizeisprecher teilte mit, nach einer Wetterbesserung könnten wieder Flugzeuge vom Flughafen Lukla starten.

Wegen schlechten Wetters waren in der vergangenen Woche alle Flüge gestrichen worden; nur kleine Hubschrauber machten einige wenige Rettungseinsätze. Flugzeuge konnten dagegen nicht auf dem auf 2800 Metern Höhe gelegenen Flughafen starten oder landen.

Zu Fuss aus dem Himalaja

In dichtem Nebel in der Region um den Mount Everest haben sich gestern Hunderte gestrandete Touristen zu Fuss ihren Weg aus dem Himalaja gebahnt.

Bis zu 400 der seit Tagen festsitzenden Wanderer hätten nicht länger darauf warten wollen, dass sich der Nebel lichtet, sagte der Direktor des gesperrten Flughafens Tenzing-Hillary in Lukla, Utsab Kharel, gestern.

Etwa 300 bis 400 Trekking-Touristen seien von Lukla aus in das zu Fuss vier Tage entfernte Jiri gewandert, sagte Kharel. Von dort aus wollten sie mit Bussen weiter in die Hauptstadt Kathmandu reisen. Mit privaten Helikoptern seien zudem inzwischen rund 400 ausländische Touristen ausgeflogen worden. Die Helikopter starteten demnach von dem eineinhalb Stunden von Lukla entfernten Ort Surke.

Noch bis zu 2500 Trekker sitzen fest

Die Hilfe lief zunächst nur schleppend an, da die Helikopter nur jeweils sechs bis sieben Passagiere transportieren können. Armeehelikopter mit Kapazitäten für bis zu 40 Menschen können wegen des schlechten Wetters derzeit nicht in Lukla landen. In Lukla harrten noch bis zu 2500 Trekker aus.

Seit Mittwoch sitzen die Touristen in der Region fest, nachdem der Flughafen wegen des dichten Nebels geschlossen wurde. Sie schlafen nach Angaben örtlicher Beamter am Flughafen, in Zelten oder in Speisesälen der ausgebuchten Hotels. Die Preise für Unterkünfte seien rasant angestiegen, zugleich gehe der Vorrat an Fleisch und Gemüse aus, beschrieb der Flughafendirektor die Situation.

Bei guter Sicht landen und starten täglich rund 500 Touristen von Lukla. Der Flughafen gilt als einer der gefährlichsten der Welt und wird häufig wegen schlechten Wetters geschlossen. Nepal ist ein beliebtes Ziel für Bergwanderer und Trekking-Sportler. In dem Himalaja-Staat befinden sich acht der 14 höchsten Berggipfel. Der Mount Everest ist mit 8848 Metern der höchste Berg der Welt.

SDA/kle/mrs

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