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Bande von Mädchenhändlern verurteilt

Sie machten ihre minderjährigen Opfer mit Drogen und Alkohol gefügig und missbrauchten sie. Dafür sind neun Männer in Grossbritannien jetzt zu teilweise hohen Haftstrafen verurteilt worden.

Manche ihrer Opfer waren gerade erst 13 Jahre alt: Neun Männer sind in Grossbritannien wegen Vergewaltigung mehrerer Mädchen sowie wegen Menschenhandels verurteilt worden. Der Anführer der Bande, ein 59-Jähriger, muss für 19 Jahre ins Gefängnis, wie das Gericht in Liverpool heute entschied.

Die geringste Strafe, die gegen einen der Männer im Alter von 24 bis 59 Jahren verhängt wurde, beträgt vier Jahre Haft. Mehrere der Verurteilten sind Familienväter.

Die neun Männer aus Afghanistan und Pakistan hätten mindestens fünf Mädchen immer wieder mit Alkohol und Drogen gefügig gemacht und sie zum Geschlechtsverkehr «herumgereicht», hiess es im Gericht. Während der Ermittlungen waren 47 mögliche Opfer ausgemacht und befragt worden.

56 Verdächtige wurden vernommen, der grösste Teil der von den Mädchen beschriebenen Männer konnte aber nicht identifiziert werden.

Als Basis des Mädchenhändlerrings gilt gemäss «Spiegel Online» die nordwestenglische Stadt Rochdale. Ein weibliches Mitglied der kriminellen Gruppe habe fortwährend neue Mädchen mit Versprechungen angelockt. In Kebab-Läden, Taxis oder Wohnungen hätten die Minderjährigen schliesslich Männer sexuell befriedigen müssen.

Gemäss Zeitungsberichten sollen mindestens zwei Mädchen aus Manchester und Rochdale in den vergangenen zwei Jahren an den Folgen des brachialen Missbrauchs gestorben sein.

SDA/rbi

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