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Bande von Einbruchtouristen zerschlagen

Sie reisten jeweils aus Frankreich an und brachen in rund 60 Firmen in Bern, Freiburg und der Waadt ein. Nun hat die Polizei die Bande gestellt. Der 30-jährige Chef der Gruppe sitzt in Untersuchungshaft.

Die Freiburger Polizei hat mithilfe ihrer französischen Kollegen eine Bande von Einbrechern zerschlagen, die regelmässig in die Schweiz reiste und in den Kantonen Freiburg, Bern und Waadt fast 60 Einbruchdiebstähle verübte.

Das gab die Freiburger Polizei vor den Medien bekannt. Die Einbrecher hatten es demnach vor allem auf Informatik-Material in Unternehmen abgesehen. Bei Hausdurchsuchungen in Frankreich wurden aber auch Fernseher, Fotoapparate, Bargeld, Luxuskleider und -schuhe sowie kiloweise Drogen sichergestellt.

Bandenboss soll ein 30-Jähriger sein, der sich in Frankreich in Untersuchungshaft befindet. Er wird verdächtigt, ein Netz aufgebaut zu haben, in dem jeder Komplize eine bestimmte Rolle hatte: Diebe, Hehler sowie Informatiker, welche die gestohlenen Computer formatierten.

Die Freiburger Polizei kam der Bande nach einem Einbruchdiebstahl Ende März in Kleinbösingen auf die Spur. Nach einer Verfolgungsjagd über die Autobahn fasste sie einen Franzosen, einen Algerier und einen Franco-Marokkaner.

15 Einbrüche im Kanton Bern

Die Ermittler nahmen Kontakt zu den französischen Kollegen auf, die ihrerseits eine Bande aus dem Grossraum Paris im Visier hatten. Die Bandenmitglieder sollen regelmässig Fahrzeuge gemietet und einige Tage in der Schweiz auf Diebestour gekommen sein. Anschliessend wurde das gestohlene Material in Frankreich wieder verkauft.

Anfang April verhaftete die französische Polizei neun Personen, darunter sechs Männer und drei Frauen. Die Bande wird für 30 Einbruchdiebstähle in Frankreich und fast 60 in der Schweiz verantwortlich gemacht, darunter 40 im Kanton Freiburg, 15 im Kanton Bern und einige weitere in der Waadt.

Gut organisiert und hoch spezialisiert

In der Schweiz sitzen zurzeit noch zwei mutmassliche Täter in Untersuchungshaft. Der mutmassliche Bandenchef befindet sich in die Frankreich in U-Haft. «Die Affäre zeigt auf, dass die Bande jeweils in die Schweiz reiste und in den Geschäftszonen nahe der Autobahn ihr Unwesen trieb», erklärte die Freiburger Polizei vor den Medien.

Die Beschuldigten seien gut organisiert und hoch spezialisiert vorgegangen. «Sie werden sich vor der Justiz in Frankreich und in der Schweiz zu verantworten haben.»

SDA/tag

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