Australien macht Zigaretten teurer: 19 Franken pro Packung

Australien erhöht erneut die Tabaksteuer und folgt damit einer Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation. Ziel ist, die Leute vom Rauchen abzuhalten.

Nirgends sind Zigaretten so teuer wie in Australien – und der Preis soll weiter steigen. (Symbolbild) KEYSTONE/DPA/Caroline Seidel

Nirgends sind Zigaretten so teuer wie in Australien – und der Preis soll weiter steigen. (Symbolbild) KEYSTONE/DPA/Caroline Seidel

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Durch eine abermalige Erhöhung der Tabaksteuer um 12,5 Prozent kostet die 20er-Packung Zigaretten in Australien von diesem Samstag an mindestens knapp 27 australische Dollar - umgerechnet etwa 19 Franken. Im nächsten und im übernächsten Jahr soll der Preis nochmals um jeweils 12,5 Prozent steigen. Ziel ist, die Leute vom Rauchen abzuhalten.

Nach einem globalen Überblick des Magazins «Economist» sind Zigaretten in Australien damit so teuer wie nirgendwo sonst auf der Welt. Zum Vergleich: In der Schweiz kostet die gebräuchliche 20er-Packung laut dem Statistik-Portal Statista durchschnittlich 8,5 Franken. Wegen der Tabaksteuer gehören die Schweizer Preise zu den höchsten in Europa.

Mit Schockbildern vor den Gefahren gewarnt

Die australische Politik folgt einer Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Nach deren Einschätzung sind Tabaksteuern «mit Abstand der effektivste Weg, um Raucher zum Verzicht zu bewegen und Kinder davon abzuhalten, mit dem Rauchen anzufangen».

Für den Staat bedeuten höhere Steuern aber auch mehr Geld. Vergangenes Jahr nahm Australiens Fiskus knapp 7,8 Milliarden Euro über Steuern für Tabakprodukte ein. 2020 sollen es 10,6 Milliarden sein. Zudem werden Raucher in Australien mit anderen Mitteln abgeschreckt. Als erstes Land der Welt hatte man dort 2012 für alle Marken schlammgrüne Einheitspackungen eingeführt, auf denen mit Schockbildern vor den Gefahren gewarnt wird. (scl/sda)

Erstellt: 31.08.2018, 05:49 Uhr

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