Atomreaktor in Fessenheim heruntergefahren

Nach einem Zwischenfall habe sich der Atomreaktor nahe der Schweizer Grenze am Freitagabend automatisch abgeschaltet, meldet der Betreiber. Die Sicherheit sei nicht gefährdet.

Den Nachbarländern ein Dorn im Auge: Die Atomreaktoren in Fessenheim. (Archivfoto)

Den Nachbarländern ein Dorn im Auge: Die Atomreaktoren in Fessenheim. (Archivfoto)

(Bild: Keystone)

Nach einem Zwischenfall im ältesten französischen Atomkraftwerk in Fessenheim ist auch der zweite Reaktor nahe der Grenze zur Schweiz heruntergefahren worden. Auswirkungen auf die Sicherheit gebe es nicht, hiess es beim französischen Betreiber EDF.

Nach dem vorzeitigen Verschluss eines Ventils habe sich der Reaktor Nummer zwei am Freitagabend automatisch abgeschaltet. Reaktor Nummer eins in Fessenheim steht nach einem Vorfall in der Wasserversorgung seit Anfang April still.

Umstrittener Reaktor

Die Atomreaktoren in Fessenheim - 35 Kilometer nördlich von Basel am Rhein gelegen - sind seit Jahren vor allem in Deutschland und der Schweiz heftig umstritten.

Die französische Atomaufsicht ASN hatte das seit den 1970er Jahren betriebene Atomkraftwerk erst in dieser Woche weitgehend positiv beurteilt. Bei so alten Meilern sei es aber äusserst schwierig, die Technik auf den neuesten Stand zu bringen, hiess es.

Frankreichs Präsident François Hollande will das Atomkraftwerk Fessenheim bis Ende 2016 stilllegen. Bis zum Jahr 2025 soll der Atomanteil an der Stromversorgung von aktuell 75 auf 50 Prozent sinken. In Frankreich wird in 58 Reaktoren an 19 Standorten Atomstrom produziert.

kle/sda

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