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23-Jähriger gesteht Messer-Attacken in Wien

In Wien sind vier Menschen auf offener Strasse angegriffen und verletzt worden. Die Polizei hat einen Verdächtigen verhaftet.

Ein auf Snapchat veröffentlichtes Video, das in der Leopoldstadt in Wien aufgenommen wurde, zeigt vermutlich den Polizeieinsatz wegen des Messerstechers.

Einen Tag nach den Messer-Attacken auf vier Passanten in Wien hat ein 23-Jähriger laut Polizei die Taten gestanden. Bei einer Befragung gab er an, drogenabhängig zu sein und in «schlechter aggressiver Stimmung» gehandelt zu haben.

Vor einem japanischen Restaurant in Wien ist eine Familie Opfer einer Messer-Attacke geworden. (7. März 2018)
Vor einem japanischen Restaurant in Wien ist eine Familie Opfer einer Messer-Attacke geworden. (7. März 2018)
Ronald Zak/AP, Keystone
Die Eltern und die 17-jährige Tochter wurden lebensgefährlich verletzt.
Die Eltern und die 17-jährige Tochter wurden lebensgefährlich verletzt.
Ronald Zak/AP, Keystone
Spuren am Tatort.
Spuren am Tatort.
Herbert Pfarrhofer, Keystone
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Er habe eine dreiköpfige Familie aus Wut über seine gesamte Lebenssituation attackiert, berichtete ein Polizeisprecher nach dem Verhör des Verdächtigen aus Afghanistan am Donnerstag. Den Messerangriff auf einen 20-Jährigen eine halbe Stunde nach der ersten Tat habe er begangen, weil er dem Landsmann die Schuld für seine Drogenabhängigkeit gebe.

23-Jähriger festgenommen

Von den vier Opfern schwebte der 67 Jahre alte Vater der Familie am Donnerstag noch in Lebensgefahr. Die Taten hatten sich am Mittwochabend in der Nähe des Wiener Zentrums ereignet. Die Frage, ob die Taten auch politisch motiviert waren, habe der 23-Jährige eindeutig verneint.

Der Mann hatte ausser dem 67-Jährigen noch dessen 56 Jahre alte Ehefrau und die 17-jährige Tochter schwer verletzt. Deren Zustand war nach Angaben der Behörden stabil. Die Attacke passierte vor einem japanischen Restaurant, das die Familie wahrscheinlich gerade verlassen hatte.

Opfer wegen Drogensucht angegriffen

Eine halbe Stunde später traf der Tatverdächtige nur wenige hundert Meter entfernt an einem stadtbekannten Drogenumschlagsplatz sein nächstes Opfer, ebenfalls aus Afghanistan. Die Polizei hatte zunächst von einem 20-jährigen Tschetschenen berichtet, der niedergestochen worden sei. «Er war böse auf ihn und hat ihn für seine Drogensucht verantwortlich gemacht», zitierte ein Polizeisprecher aus der Befragung.

Bei der Fahndung stiessen die Beamten bald auf den Verdächtigen, der an der Hand verletzt war. Die Ermittler hatten auch eine deutliche Blutspur gefunden, die vom Tatort wegführte. Der 23-Jährige hatte zwei Messer dabei.

(sda/AFP)

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