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Angefahren und liegen gelassen

In Indien hat ein Video Entsetzen ausgelöst, das zeigt, wie Passanten einen um Hilfe rufenden Mann nach einem Unfall 40 Minuten lang ignorieren.

Schlicht ignoriert: Der vergeblich um Hilfe rufende Mann löst in Indien Entsetzen aus.
Schlicht ignoriert: Der vergeblich um Hilfe rufende Mann löst in Indien Entsetzen aus.

Die Aufnahmen, die von Überwachungskameras wurden am Montag im Fernsehen ausgestrahlt wurden, zeigen einen am Boden liegenden Mann. Ein Lastwagen hatte das Motorrad gerammt, auf dem er mit seiner Frau und zwei Kindern unterwegs war. Die Frau und die zehn Monate alte Tochter des Paares starben bei dem Unfall am Sonntag in der Stadt Jaipur.

Der Mann und der vierjährige Sohn wurden verletzt und riefen um Hilfe. Es kümmerte sich jedoch niemand um die beiden. Mehrere Autofahrer fuhren mit hohem Tempo an ihnen vorbei. Erst nach 40 Minuten kam dem Mann und dem Jungen nach Polizeiangaben ein Stadtbediensteter zu Hilfe. Der Polizeichef von Jaipur mahnte im Fernsehen, jeder Bürger habe die Pflicht, Unfallopfer ins Spital zu bringen. So könnten Leben gerettet werden.

Ein Onkel der bei dem Unfall getöteten Frau sagte der Nachrichtenagentur AFP, es sei «eine Schande, dass Teilnahmslosigkeit zwei Leben gekostet hat». Nach Ansicht von Verkehrsexperten könnte die Hälfte der indischen Verkehrstoten gerettet werden, wenn sie schnell medizinische Hilfe bekäme. Im Jahr 2011 waren in Indien mehr als 130'000 Menschen bei Verkehrsunfällen getötet worden. Das entsprach rechnerisch 15 Toten pro Stunde.

SDA

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