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«America first» gilt nicht für das Trump-Hotel

Seinen Landsleuten predigt er, «made in USA» zu kaufen. In Trumps neuem Hotel in Washington aber stammt die Einrichtung nahezu vollständig aus dem Ausland.

Selbst die nach Trump benannte Mundspülung stammt aus Kanada: Trump-Gegner protestieren vor dem Eingang des Trump-Hotels in Washington D.C. (29. Januar 2017).
Selbst die nach Trump benannte Mundspülung stammt aus Kanada: Trump-Gegner protestieren vor dem Eingang des Trump-Hotels in Washington D.C. (29. Januar 2017).
Zach Gibson, Keystone
Ein Gold- und Marmorpalast ganz nach Trumps Geschmack: Das Hotel am Eröffnungstag (26. Oktober 2016).
Ein Gold- und Marmorpalast ganz nach Trumps Geschmack: Das Hotel am Eröffnungstag (26. Oktober 2016).
Keystone
Stolzer Preis der fünf Sterne-Herberge: Ab 800 Dollar pro Nacht.
Stolzer Preis der fünf Sterne-Herberge: Ab 800 Dollar pro Nacht.
Screenshot Booking.com
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Das allgegenwärtige Credo des neuen US-Präsidenten lautet: «America first» – Amerika zuerst. Dass seine Landsleute folglich bevorzugt US-Produkte kaufen und lokale Firmen US-Bürger einstellen sollen, ist laut Trump quasi patriotische Pflicht. Doch gelten diese Grundsätze auch für sein familiengeführtes Firmenimperium?

Der «Daily Mirror» wollte es wissen und hat einen Korrespondenten in Donald Trumps neuem Washingtoner Trump International Hotel einquartiert. Preis der fünf Sterne-Herberge: ab 800 Dollar pro Nacht.

Die Trump-Mundspülung aus Kanada

Vor Ort überprüfte Journalist Chris Bucktin, welche Einrichtungsgegenstände seines Luxuszimmers aus US-Produktion stammen. Das wenig patriotische Ergebnis: Bis auf ein paar Schokoladentaler wurde nahezu alles im Ausland produziert. Die TV-Geräte seien in Mexiko montiert worden, die Bettwäsche stamme aus Italien, die Badezimmer-Mülleimer aus England, die Telefonanlagen aus Malaysia, das edle Porzellan aus Deutschland und die Handtücher aus Indien. Aus dem Nachbarland Kanada wiederum stamme ein anderes kurioses Einrichtungs-Highlight: die Trump-Mundspülung.

Auf der Suche nach heimischen Produkten begab sich Buckton auch ins hoteleigene «The Spa by Ivanka Trump TM» – im Bademantel aus China. «America last» – «Amerika zuletzt», kommentierte die Zeitung «Daily Mirror» die Recherche-Ergebnisse auf ihrer Titelseite:

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