Airbnb-Wohnungs-Besitzer stösst Berner Touristin Treppe hinunter

Ein Streit zwischen einer in Bern studierenden Frau und dem Besitzer einer Airbnb-Wohnung in Amsterdam endete für die Reisende im Spital.

Schockierender Vorfall in Amsterdam: Der Vorfall wird als versuchter Mord behandelt. (Video: Tamedia/Zanele Muholi via Instagram)

Die Justiz in den Niederlanden prüft eine Anklage wegen versuchten Mordes gegen den Besitzer einer Airbnb-Wohnung in Amsterdam. Der Mann hatte am Samstag eine Frau gewaltsam aus der Wohnung geworfen, als ein Streit zwischen den beiden um die Check-out-Zeit eskaliert war. Der Hausbesitzer schubste die Reisende vor die Tür, wobei die Frau eine steile Treppe hinunterstürzte. Die Frau, gemäss «watson.ch» eine Filmemacherin die in Bern studiert, musste mit inneren Verletzungen ins Spital gebracht werden.

Der Fall wurde einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, nachdem die südafrikanische Fotografin Zanele Muholi ein Video davon auf ihrem Instagram-Konto veröffentlicht hatte. Muholi befindet sich dieser Tage in Amsterdam, weil das Stedelijk-Museum eine Ausstellung ihrer Werke zeigt. Das Opfer, Siba Nkumbi, ist eine Freundin der Fotografin und war mit ihr zur Vernissage angereist.

Airbnb toleriert kein solches Verhalten

Auf dem Video ist zu hören, wie Nkumbi dem Mann sagt, er solle nicht «so emotional» reagieren. Er sagt mehrmals «raus», dann stösst er sie in Richtung Tür. Die Frau stürzt die Treppe hinunter und bleibt regungslos liegen. Der Wohnungsbesitzer rennt ihr hinterher, während er flucht und seine Frau auffordert, eine Ambulanz zu rufen.

Kurz danach nahm die Polizei ihn fest. Mittlerweile ist er wieder auf freiem Fuss. Siba Nkumbi, die inzwischen auch aus dem Spital entlassen wurde, kündigte an, rechtlich gegen den Gastgeber vorgehen zu wollen.

In einem Interview erklärt die Stundentin den Vorfall, an den sie sich nicht mehr erinnern kann. (Quelle: YouTube)

David King von Airbnb äusserte sich gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters zum Vorfall: «Wir werden gegen dieses abscheuliche Verhalten strenge Massnahmen ergreifen. Bei solch schlimmen Fällen werden wir Leute lebenslang von unserer Plattform verbannen. Niemand hat es verdient, so behandelt zu werden.»

Übernommen von 20 Minuten, bearbeitet für Tagesanzeiger/Newsnet.

nag

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