Weitere Todesopfer nach Anschlag in Kabul

Nach einem Selbstmordanschlag in der Hauptstadt von Afghanistan gab es mindestens 55 Tote und 94 Verletzte.

Zu der grauenhaften Tat bekannte sich zunächst niemand.

Zu der grauenhaften Tat bekannte sich zunächst niemand.

(Bild: Keystone)

Nach dem Selbstmordanschlag in Kabul ist die Opferzahl weiter gestiegen. Bei der Explosion am Dienstag wurden nach jüngsten Behördenangaben mindestens 55 Menschen getötet und 94 weitere Menschen verletzt. Der Anschlag richtete sich gegen eine Versammlung von religiösen Führern und Zivilisten, die den Geburtstag des Propheten Mohammed feierten. Es handelte sich um einen der schwersten Anschläge des Jahres in der afghanischen Hauptstadt.

Die Explosion hatte sich während einer Zeremonie im Uranus-Hochzeitspalast ereignet. Unter den Teilnehmern waren auch Mitglieder des Ulema-Rates, des höchsten Gremiums der afghanischen Geistlichkeit. Die Ulemas waren aus dem ganzen Land nach Kabul gekommen, um den Geburtstag des Propheten zu feiern. Der Geburtstag Mohammeds ist einer der wichtigsten Feiertage des Jahres.

Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand. Die meisten Anschläge in Afghanistan nahm zuletzt die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) für sich in Anspruch. Für Mittwoch rief Präsidenten Aschraf Ghani einen landesweiten Trauertag aus.

Die Bundesregierung verurteilte den Anschlag scharf. Das Auswärtige Amt sprach von «menschenverachtendem Terror». Den Opfern und Angehörigen sprach das Aussenministerium sein Mitgefühl aus. Zugleich bekräftigte das Auswärtige Amt, den afghanischen Präsidenten im Friedensprozess weiter unterstützen zu wollen.

cj/AFP

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