US-Kampfjet stürzt ab – deutsches Dorf entgeht einer Katastrophe

Die Maschine prallte 300 Meter von einer Siedlung entfernt auf. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten und überlebte. An Bord befanden sich mehrere hundert Schuss scharfe Munition.

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Ein Kampfflugzeug der US-Streitkräfte ist in der Vulkaneifel nur 300 Meter von Wohnhäusern entfernt beim deutschen Laufeld abgestürzt. Der Pilot konnte sich mit einem Schleudersitz aus der Maschine retten, wie ein Sprecher der Polizei Trier auf Anfrage mitteilte. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. An Bord der Maschine sollen nach Angaben von Polizisten vor Ort mehrere hundert Schuss scharfe Munition gewesen sein.

Laut US-Air-Force handelt es sich bei dem abgestürzten Flugzeug um eine «A-10 Thunderbolt II», auch «Warzenschwein» genannt. Die nur mit einem Piloten besetzte Maschine von der US-Luftwaffenbasis Spangdahlem in der Eifel habe sich auf einen routinemässigen Trainingsflug befunden, als sie gegen 16.00 Uhr aus noch ungeklärten Gründen abstürzte.

Anwohner berichten von Rauchwolken

Augenzeugen zufolge soll das Flugzeug bereits gebrannt haben, als es über den rund 500 Einwohner grossen Ort Laufeld flog. Eine Anwohnerin berichtete danach von einem lauten Knall. Es seien «dicke schwarze Rauchwolken» aufgestiegen, sagte die Frau, die nach eigenen Angaben rund 500 Meter vom Unglücksort entfernt wohnt. Laufeld liegt in der Einflugsschneise der US-Airbase Spangdahlem.

Der Bürgermeister von Laufeld, Karl-Josef Junk, bestätigte, dass die Maschine etwa 300 Meter vor dem Dorf und 500 Meter von der Autobahn 1 entfernt abgestürzt sei. «Wir sind wohl knapp einer Katastrophe entgangen», sagte Junk der Nachrichtenagentur dapd. Die Maschine sei mit der Spitze im Boden aufgeschlagen und ein grosser Krater sei entstanden, fügte der Bürgermeister hinzu.

Pilot klagt über Rückenschmerzen

Seinen Angaben zufolge war der Pilot ansprechbar und klagte über Rückenschmerzen. Vor dem Transport ins Krankenhaus habe er noch gefragt, ob Anlieger verletzt worden seien. Bereits nach drei Minuten sei die örtliche Feuerwehr an der Unglücksstelle eingetroffen und habe die Maschine gelöscht. An dem Rettungseinsatz waren Feuerwehren, Polizei und ein Rettungshubschrauber beteiligt. Nach dem Unfall begannen Experten der US-Luftwaffe damit, das Areal nach Trümmerteilen abzusuchen.

miw/dapd

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