Störung im Datenfunknetz behinderte Zugverkehr durch den Lötschberg

Wegen einer technischen Störung konnten keine Personenzüge durch den Lötschberg-Basistunnel fahren. Die Störung konnte behoben werden.

Güterzüge sind nicht betroffen: Ein Personenzug vor der Einfahrt in den Lötschberg-Basistunnel bei Visp. (28. September 2011)

Güterzüge sind nicht betroffen: Ein Personenzug vor der Einfahrt in den Lötschberg-Basistunnel bei Visp. (28. September 2011)

(Bild: Keystone)

Für Personenzüge war der Lötschberg-Basistunnel am frühen Dienstagabend gesperrt. Ersatzzüge mussten die Bergstrecke benutzen, was zu Verspätungen von etwa einer halben Stunde führte. Die Störung konnte jedoch behoben werden. Seit etwa 19 Uhr verkehren wieder Personenzüge durch den Tunnel.

Eine Störung im Datenfunknetz habe dazu geführt, dass die Lokführer die Signale auf dem Bildschirm im Führerstand nicht erhielten, sagte BLS-Sprecher Michael Blum auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Nicht betroffen waren die Güterzüge. Weil in deren Loks die Informationen zu sehen waren, konnten sie den Basistunnel befahren.

Weitere Auswirkungen

Von der Störung zwischen Frutigen BE und Visp VS betroffen waren laut der Bahnverkehrsinformation die Fernverkehrszüge aus der Ostschweiz, Zürich und Basel via Bern in Richtung Wallis und Mailand. Die Reisenden mussten zum Teil in Ersatzzüge umsteigen, um über die Bergstrecke zu fahren.

Auswirkungen hatte die Panne auch auf die SBB-Neubaustrecke zwischen Mattstetten BE und Rothrist AG: Weil die Lokführer statt mit der ETCS-Technologie mit Führerstandssignalisierung mit den konventionellen Signalen fahren mussten, verkehrten die Züge mit 160 km/h statt der üblichen 200 km/h. Dies führte zu Verspätungen von drei bis vier Minuten, wie eine SBB-Sprecherin sagte.

rub/sda

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