Acht Todesopfer nach Massenunfall durch Sandsturm

Eine Massenkarambolage von mehr als 80 Autos in Deutschland hat mindestens acht Menschen das Leben gekostet. Rund 130 Menschen wurden verletzt. Die Aufräumarbeiten dauern noch an.

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Nach der durch einen Sandsturm ausgelösten Massenkarambolage auf der Autobahn 19 bei Rostock stehen langwierige Aufräumarbeiten und Reparaturen an. Am frühen Samstagmorgen wurde das letzte zerstörte Auto geborgen, wie ein Polizeisprecher auf Anfrage sagte. Es mussten jedoch noch vier ausgebrannte Lastwagen von der Autobahn geräumt werden. Wegen der Brände sei die Fahrbahn so stark beschädigt, dass die Autobahn wohl den ganzen Samstag gesperrt bleibe, sagte der Polizeisprecher.

Bei dem Unfall an der Anschlussstelle Rostock-Laage waren am Freitagmittag rund 80 Autos ineinander gefahren. Zahlreiche Fahrzeuge gingen in Flammen auf, darunter ein Gefahrguttransporter. Acht Menschen wurden getötet. 131 Menschen wurden nach Polizeiangaben medizinisch versorgt, 44 von ihnen in Krankenhäusern. Zuvor war von 139 Verletzten die Rede gewesen. Bis zum frühen Morgen wurden etwa 30 ausgebrannte Autos abtransportiert. Weitere Tote oder Verletzte seien in der Nacht nicht gefunden worden, sagte der Polizeisprecher.

Auslöser des Massenunfalls war vermutlich eine vom Sturm aufgewirbelte Sandwolke, die von einem frisch gepflügten Feld auf die Autobahn geweht wurde. Dadurch konnten viele Autofahrer wahrscheinlich plötzlich kaum noch etwas sehen. Die Fahrbahn in Richtung Berlin war bis zum Abend geräumt. In der Gegenrichtung dauerte die Bergung der Wracks bis zum frühen Morgen.

pbe/raa/sda, dapd

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