Sabine W.: «Kachelmanns Freispruch war ein Schock»

Die Ex-Freundin von Wettermoderator Jörg Kachelmann meldet sich in der «Bunten» erstmals zu Wort. Sabine W. wehrt sich dagegen, die Vergewaltigung erfunden zu haben. Sie sei keine rachsüchtige Lügnerin.

Holt zum Gegenschlag aus: Sabine W. (in der Zeitschrift «Bunte» als Claudia D. bezeichnet), Ex-Freundin von Jörg Kachelmann. (Screenshot: bunte.de)

Holt zum Gegenschlag aus: Sabine W. (in der Zeitschrift «Bunte» als Claudia D. bezeichnet), Ex-Freundin von Jörg Kachelmann. (Screenshot: bunte.de)

Der Freispruch für Jörg Kachelmann im Vergewaltigungsprozess ist für Sabine W, die Ex-Freundin des Wettermoderators «ein Schock» gewesen. «Natürlich habe ich versucht, mich im Vorfeld innerlich darauf vorzubereiten, dass es so kommen könnte», sagte die Radiomoderatorin, die in dem Prozess als Nebenklägerin auftrat, der Zeitschrift «Bunte».

«Aber als ich dann das Wort 'Freispruch' hörte und das Publikum im Saal laut anfing zu jubeln, hat mir das den Boden unter den Füssen weggezogen.» Die 38-Jährige hatte Kachelmann vorgeworfen, sie mit einem Messer bedroht und vergewaltigt zu haben. Er hatte die Vorwürfe stets bestritten. Vor rund zwei Wochen wurde er freigesprochen.

«Ein heuchlerisches Interview»

In der vergangenen Woche erschien ein Interview mit Kachelmann in der «Zeit». Darin hatte er unter anderem eingeräumt, dass er im Umgang mit Frauen durchaus Fehler gemacht habe. Aber das, was die Nebenklägerin mit ihm gemacht habe mit dem Vorwurf der Vergewaltigung, «das ist keine Verarsche. Das ist kriminell.»

Sie habe nie vorgehabt, an die Öffentlichkeit zu gehen, sagte die 38-Jährige jetzt der «Bunten». «Aber die Ereignisse der vergangenen 16 Monate und der Freispruch zwingen mich dazu. Vor allem dieses heuchlerische Interview, das er jetzt gegeben hat.»

«Ich hätte keine so dilettantische Geschichte präsentiert»

Sie sei keine rachsüchtige Lügnerin, sagte sie. Das Gericht unterstelle ihr mit dem Freispruch, dass sie «so dumm und so niederträchtig sein könne, eine solche Vergewaltigungsgeschichte zu erfinden». Sie fügte hinzu: «Hätte ich alles nur erfunden, wäre ich doch nicht so dämlich gewesen, eine dermassen dilettantische Geschichte voller Erinnerungslücken zu präsentieren.»

pbe/dapd

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