Falscher George Clooney nach jahrelanger Flucht verhaftet

Er vertrieb eine Clooney-Klamottenlinie im Netz und verschickte statt Rolex-Uhren Salzpäckchen. Nun wurde Hochstapler Francesco G. gefasst.

«Das ist eine Fälschung»: Der echte George Clooney hatte bereits 2010 gegen das Betrüger-Pärchen ausgesagt.

«Das ist eine Fälschung»: Der echte George Clooney hatte bereits 2010 gegen das Betrüger-Pärchen ausgesagt.

(Bild: AFP)

Ein Italiener, der sich als Hollywood-Star George Clooney ausgab und daraus Profit schlug, ist in Thailand gefasst worden. Der 58-jährige Francesco G. wurde am Samstag mit seiner 45-jährigen Frau Vanja Goffi in einem Haus in Pattaya festgenommen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Der Fahndungserfolg sei das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen den thailändischen und italienischen Behörden.

G. gab nach seiner Festnahme den Ermittlern zufolge zu, dass er sich als George Clooney ausgegeben und unter dessen Namen eine Klamotten-Linie im Internet verkauft habe. In Italien werden Galdelli und Goffi weitere Vergehen wie etwa der Online-Verkauf gefälschter Rolex-Uhren zur Last gelegt. Bisweilen schickten sie den Ermittlern zufolge ihren Opfern nicht einmal gefälschte Uhren, sondern Salzpäckchen.

Der echte George Clooney hatte bereits 2010 in einem Verfahren in Mailand gegen das Betrüger-Pärchen ausgesagt. Dabei verwies der US-Schauspieler auf zahlreiche Ungereimtheiten. «Das ist eine Fälschung: Auf diesem Foto rauche ich, obwohl ich gar nicht rauche» oder «so eine Uhr habe ich nicht», sagte Clooney etwa aus.

Das Paar wurde bereits seit 2013 von der internationalen Polizeiorganisation Interpol mit einer sogenannten Red Notice gesucht. Wegen diverser Vergehen bekamen die beiden in Anspielung an das berühmte US-Gangsterpaar den Spitznamen «Italienische Bonnie und Clyde».

Mit einer Drohne überwacht

In Thailand lebte das Päärchen seit 2014. Sie hätten niemals das Land verlassen, erklärte die dortige Polizei. Ihr Luxusanwesen wurde von den Ermittlern überwacht, vornehmlich mit einer Drohne. Der Badeort Pattaya, in dem die Hochstapler Zuflucht suchten, ist als Hochburg für Prostitution und Zufluchtsort für Kriminelle aus aller Welt bekannt.

Laut Polizei soll das Paar nun zunächst wegen Verstössen gegen Einwanderungsgesetze vor ein thailändisches Gericht kommen, bevor das Verfahren zur Auslieferung an Italien beginnt.

afp/red

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