Dealer sticht Genfer Polizisten nieder

Bei einer Kontrolle in einem Park im Vorort Lancy wurde der junge Beamte von einem albanischen Drogenhändler angegriffen. Er ist schwer verletzt.

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(Bild: Laurent Guiraud/Tribune de Genève)

Es ist Donnerstagnachmittag. Die Genfer Polizei wird durch Anwohner in den Bernasconi-Park im ruhigen Genfer Vorort Lancy gerufen. Die Beamten machen Personenkontrollen und treffen dabei auch auf zwei Drogenkonsumenten, die sich eben mit Stoff versorgt haben, wie die «Tribune de Genève» schreibt. Ein Polizist macht auf Hinweis der beiden Kontrollierten den Dealer aus. Der Polizist ist 25-jährig und erst seit 2006 im Polizeidienst. Er stellt den Dealer und weist den Mann an, sich auf den Boden zu legen. Doch der weigert sich und verletzt den Beamten mit drei Stichen in die linke Körperhälfte. Um sich zu verteidigen, schiesst der Polizist dreimal auf den Täter, trifft ihn aber nicht. Der Mann ist in die dunklen Ecken des Parks geflüchtet.

Keine lebenswichtigen Organe getroffen

Aufgeschreckt durch die Schüsse eilen andere Polizisten dem verletzten Beamten zur Hilfe. Und sie verfolgen den Täter zu Fuss. Nach 500 Metern schaffen sie es, ihn festzunehmen. Der Albaner wird nun angeklagt. Der Polizist ist schwer verletzt. Zum Glück aber wurden keine lebenswichtige Organ getroffen, erklärte Jean-Philippe Brandt, Sprecher der Genfer Polizei gegenüber der «Tribune de Genève».

Der verband Schweizerischer Polizeibeamter reagierte auf die Tat heftig. Zum Glück befindet sich unsere Kollege ausser Lebensgefahr. Aber es hätte auch schlimmer kommen können, erklärt Generalsekretär Max Hofmann. Solche Übergriffe passierten fast täglich. Es brauche einfach mehr Polizisten, die Korps hätten einen Unterbestand. «Gewalt gegen die Polizei muss konsequent bekämpft werden», so der Verband.

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