Berühmte Transsexuelle in Sotschi verhaftet

Sie sass im italienischen Parlament und gilt als Homosexuellen-Ikone: Vladimir Luxuria. Nach einem Protest für Schwulenrechte wurde die Transsexuelle in Sotschi verhaftet.

Wurde von den russischen Sicherheitskräften offenbar brutal behandelt: Vladimir Luxuria.

Wurde von den russischen Sicherheitskräften offenbar brutal behandelt: Vladimir Luxuria.

(Bild: AFP)

Die ehemalige italienische Abgeordnete und erste Transsexuelle im italienischen Parlament, Vladimir Luxuria, ist am Sonntag in Sotschi von der russischen Polizei festgenommen worden. Dies teilte die italienische Aktivistin für Schwulenrechte, Imma Battaglia, mit.

Luxuria habe im Austragungsort der Olympischen Winterspiele ein Transparent «gegen die schwulenfeindliche Position» des russischen Präsidenten Wladimir Putin geschwenkt, hiess es. «Schwul zu sein, ist okay» war auf dem Plakat zu lesen, das die unter dem Namen Wladimiro Guadagno geborene Luxuria («Wollust») in Sotschi schwenkte und kurz daraufhin per Twitter zeigte.

Brutale Behandlung

Die Polizei habe Luxuria aggressiv und brutal behandelt, berichtete Battaglia und forderte die italienische Aussenministerin Emma Bonino auf, aktiv zu werden. Zudem gebe es Kommunikationsprobleme. Niemand würde Englisch sprechen.

Luxuria war zwischen 2006 und 2008 für die altkommunistische Partei Rifondazione Comunista im italienischen Parlament gesessen. Sie wurde 1965 als Mann geboren, lebt und kleidet sich aber wie eine Frau – wenn aber auch nur selten im schrillen Look einer Drag Queen. Luxuria ist eine Ikone der Homosexuellenbewegung in Italien.

mrs/sda

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