Berner Polizei feuert vor Fussballspiel Warnschüsse ab

Vor dem Match Young Boys gegen Roter Stern Belgrad hat es mehrere Zwischenfälle gegeben. Mindestens eine Person ist verletzt.

Unrühmliche Bilder vor dem Fussball-Match: Es sind Schüsse zu hören. (Video: Leserreporter 20 Minuten)

Der Fanmarsch von Serben in Bern am Mittwochabend wurde von Gewalt überschattet. Auf dem Weg von der Innenstadt zum Stade de Suisse gab es mehrere Zwischenfälle.

Im Bereich Hodlerstrasse/Kleeplatz wurden mehrere Personen tätlich angegriffen, wie die Kantonspolizei Bern mitteilt. Ein Polizist gab mehrere Warnschüsse ab. Darauf habe sich die Situation beruhigt, berichteten die Polizei und Augenzeugen.

Kurze Zeit später wurde eine Person auf der Lorrainebrücke verletzt. Die Hintergründe sind unklar. Die Ambulanz wurde aufgeboten. Ermittlungen zu dem Vorfall seien im Gang, teilt die Polizei mit.

Gartenbeiz mit Bierdosen beworfen

Im Lorrainequartier warfen serbische Fans mehrere volle Bierdosen gegen ein gute besetzte Gartenbeiz. Offenbar störten sich homophobe Fans an einer LGBT-Fahne am Haus, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete.

Video: Eskalation vor Fussballspiel

In Bern ist die Stimmung angeheizt. (Video: Leserreporter 20 Minuten)

Streitereien auch nach dem Spiel

Auch nach dem Spiel bis zur Abreise der Gästefans kam es laut Polizeiangaben zu Tätlichkeiten und Streits. Bei verschiedenen Vorfällen wurden nahe des Stadions eine Frau und ein Mann verletzt. Sie wurden ins Spital gebracht.

Insgesamt nahm die Polizei am Abend drei Personen vorübergehend in Gewahrsam. Gegen einen Mann lag demnach eine Einreisesperre vor, ein weiterer hatte mutmassliche gefälschte Eintrittstickets bei sich. Nach dem Spiel widersetzte sich zudem eine Person einer Kontrolle und wurde abgeführt.

Die Berner Young Boys und Roter Stern Belgrad kämpfen diese und nächste Woche um den Einzug in die Gruppenphase der Fussball-Champions League. Im Hinspiel am Mittwochabend in Bern treten sich die beiden Teams unentschieden 2:2. Das Rückspiel folgt nächsten Dienstag in Belgrad.

red/sda

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