Zum Hauptinhalt springen

730 Meter langer Drogentunnel an US-Grenze entdeckt

Entlang der Grenze zu Mexiko haben die US-Behörden einen unterirdischen Schmuggelweg ausfindig gemacht. Der führt von der mexikanischen Stadt Tijuana ins amerikanische San Diego.

Über eine Tonne Kokain und sieben Tonnen Marihuana seien bei der Entdeckung des Tunnels entlang der US-Grenze beschlagnahmt worden, teilte Staatsanwältin Laura Duffy am Mittwoch mit. Zudem wurden sechs Verdächtige beim Einsatz verhaftet. Duffy sprach vor Reportern von einem wie ein Kaninchenbau angelegtes Tunnelsystem, das Behörden in dieser Form noch nie untergekommen sei.

Der unterirdische Gang führte von einem Haus in der mexikanischen Grenzstadt Tijuana zu einem Grundstück im kalifornischen Otay Mesa, San Diego, das als Holzpalettenfirma deklariert worden war. Der ungewöhnlich schmale Tunnel hatte nach Behördenangaben einen langen Aufzug, ein Schienensystem, Beleuchtung und Lüftung. Der Aufzug sei gross genug für acht bis zehn Personen gewesen, sage Duffy. Der eigentliche Tunnel ist mit einem Durchmesser von etwa 90 Zentimetern dagegen recht schmal.

Der Tunnel sei auch ungewöhnlich, weil er für Kokainschmuggel genutzt worden sei, nicht nur für Marihuana. In der Regel werden solche Gänge für Marihuana gebaut, weil es wegen seiner Beschaffenheit und seines Geruchs für Grenzbeamte leichter aufzuspüren ist als etwa Kokain. Die Ermittler hatten die Schmuggler beim Beladen eines Lastwagens erwischt. Nach Angaben der Behörde wurden seit 2006 entlang der kalifornisch-mexikanischen Grenze 13 grössere Drogen- Tunnel entdeckt

SDA/afo

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch