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14 Jahre Haft für Mord an Ehefrau

Nachdem ein 46-jähriger Schweizer seine Frau 2012 ermordet hatte, verscharrte er die Leiche im Wald und meldete die Tote als vermisst. Vor Gericht zeigte der Täter Reue gegenüber dem gemeinsamen Sohn.

14 Jahre für den Mord an seiner Ehefrau: Der Schweizer Ingenieur wird von einer Polizistin ins Bezirksgericht Waadt geführt. (16. Februar 2015)
14 Jahre für den Mord an seiner Ehefrau: Der Schweizer Ingenieur wird von einer Polizistin ins Bezirksgericht Waadt geführt. (16. Februar 2015)
Christian Brun, Keystone

Ein 46-jähriger Schweizer, der im Oktober 2012 in Assens VD seine Ehefrau umbrachte, muss 14 Jahre hinter Gitter. Das Strafgericht Yverdon-les-Bains VD blieb mit seinem Urteil unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die eine Freiheitsstrafe von 18 Jahren gefordert hatte.

Das Gericht verurteilte den Angeklagten am Freitag nicht wegen Mordes, sondern wegen vorsätzlicher Tötung, was eine weniger lange Freiheitsstrafe zur Folge hat. Der Mann habe nicht die Gefühlskälte und Skrupellosigkeit eines Mörders, begründete das Gericht.

Dennoch wiege die Schuld «extrem schwer». Er hatte zudem in der Tatnacht den drei Monate alten Sohn über zehn Stunden alleine gelassen, weshalb er auch der Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht schuldig gesprochen wurde.

Leiche im Wald verscharrt

Der Mann hatte seine Ehefrau in der Nacht auf den 28. Oktober 2012 umgebracht. Danach verscharrte er die Leiche in einem Wald in der Region und gab den Behörden an, dass seine Frau vermisst werde.

Sie wurde nach einer grossangelegten Suche der Polizei und Zivilschützern erst Mitte Dezember gefunden. Vor der Tat hatte es Spannungen in der kurzen Ehe gegeben. Der Ingenieur hatte die Rumänin über eine Partnervermittlung im Internet kennengelernt.

Nach der raschen Hochzeit und der Geburt eines Sohnes hatte der Ingenieur zudem mit Spannungen bei seinem Arbeitgeber, der Stadt Lausanne, zu kämpfen. Dort bewarb er sich für den Posten eines Dienstchefs.

Geständnis vor Gericht

Der Angeklagte ertrug zudem die ständige Anwesenheit der Schwiegereltern und anderer Verwandten seiner Frau zu Hause nicht. In der Woche vor der Tat sprachen die Eheleute nicht mehr miteinander.

Im zweitägigen Prozess Anfang Woche hatte der Ehemann die alleinige Schuld an der Tat gestanden. Er bereue die Tat wegen seiner Frau, die wegen seines Fehlers nie ihren Sohn aufwachsen sehen werde. Seine Reue gelte auch seinem Sohn, der seine Mutter nie kennen werde und sein ganzes Leben ohne sie leben müsse, sagte er vor Gericht.

Die Staatsanwaltschaft kündigte an, vorsorglich Rekurs einzureichen. Man werde jedoch die schriftliche Begründung abwarten, bevor der definitive Entscheid über einen Weiterzug falle. Die Verteidigerin des Verurteilten zeigte sich zufrieden mit den Urteil.

SDA/pst

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