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13 Flüchtlinge ertrinken im Mittelmeer

Vor der Küste Siziliens sind bei der Havarie eines Flüchtlingsbootes 13 Menschen gestorben. Die Flüchtlingsbewegung ist derzeit wegen politischer Unruhen und günstigem Wetter besonders stark.

Die Zahl der in Italien Gelandeten liegt bereits dreimal so hoch wie im gesamten vergangenen Jahr: Flüchtlinge nach ihrer Ankunft auf Sizilien. (20. September 2013)
Die Zahl der in Italien Gelandeten liegt bereits dreimal so hoch wie im gesamten vergangenen Jahr: Flüchtlinge nach ihrer Ankunft auf Sizilien. (20. September 2013)

Vor der Küste Siziliens sind mindestens 13 Flüchtlinge ertrunken, deren Schiff auf Grund gelaufen war. Die illegalen Einwanderer seien beim Versuch ums Leben gekommen, schwimmend das Festland zu erreichen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Behörden. Die Nationalität der Flüchtlinge war demnach unklar. In diesem Jahr schafften bereits mehr als 22'000 Einwanderer den Weg über das Mittelmeer nach Italien. Zur Zahl der Schiffbrüchigen, die ums Leben kommen, gibt es nur Schätzungen.

Das Unglück ereignete sich dem Bericht zufolge nahe Scicli im Südosten Siziliens. Das Schiff, auf dem insgesamt 150 bis 200 Flüchtlinge unterwegs waren, war auf Grund gelaufen, woraufhin ein Teil der Insassen versuchte, schwimmend an Land zu kommen. Die anderen Flüchtlinge konnten von dem Schiff gerettet werden, nachdem Touristen die Behörden alarmiert hatten. An Land wurden sie von Polizei und Helfern in Empfang genommen, während Taucher nach weiteren Opfern suchten.

Am Samstag waren bereits knapp 600 Flüchtlinge in Sizilien und auf der Insel Lampedusa gelandet. Die Zahl der in Italien angelandeten Flüchtlinge liegt bereits dreimal so hoch wie im gesamten vergangenen Jahr. Jedes Jahr versuchen Tausende Menschen aus Nordafrika, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Wegen des blutigen Bürgerkriegs in ihrem Land sind darunter zunehmend auch syrische Flüchtlinge. Derzeit ist die Flüchtlingsbewegung wegen der politischen Unruhen in mehreren Ländern und aufgrund der günstigen Wetterbedingungen besonders stark.

AFP/ami

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