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Tausende flohen vor drohender Flutwelle in Nepal

Nach dem Erdbeben die Flut: Ein gestauter Gebirgsfluss drohte etliche Dörfer zu überschwemmen. Die Lage entspannte sich Tags darauf aber.

Hatte 2012 zu Überschwemmungen geführt: Ein Mann überquert den Singati-Fluss nach dem schweren Erdbeben (15. Mai 2015).
Hatte 2012 zu Überschwemmungen geführt: Ein Mann überquert den Singati-Fluss nach dem schweren Erdbeben (15. Mai 2015).
Athit Perawongmetha, Reuters

Nach einem Erdrutsch in Nepal sind am Wochenende tausende Menschen aus Angst vor einer Flutwelle vorübergehend aus ihren Dörfern geflohen. Mehr als 15'000 Einwohner hätten ihre Häuser verlassen, weil die Erdmassen den Fluss Kali Gandaki im Bezirk Myagdi aufgestaut hatten. Das teilten die Behörden am Montag mit. Inzwischen fliesse das Wasser aber wieder normal, die Bewohner kehrten nach und nach in ihre Häuser zurück.

Der Erdrutsch hatte sich in der Nacht zum Sonntag ereignet. Nach Behördenangaben bildete sich dadurch ein zwei Kilometer langer Stausee. Die Polizei gab eine Warnung für die Flussanrainer aus.

Die Schlamm- und Geröllmassen wurden jedoch schliesslich vom Wasser weggespült. Verletzt wurde niemand. 26 Häuser am Ufer wurden jedoch überschwemmt. Der Bezirk im Nordwesten des Himalaya-Staats war von den beiden Erdbeben in jüngster Zeit schwer betroffen.

Wasserkraftwerk vorübergehend vom Netz genommen

Wegen des Erdrutsches wurde Nepals grösstes Wasserkraftwerk, das südlich der Unglücksstelle liegt, vorübergehend vom Netz genommen. Im Laufe des Montags sollte die Anlage aber wieder hochgefahren werden.

Der Himalaya-Staat war am 25. April von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,8 erschüttert worden. Mehr als 8500 Menschen wurden dabei getötet und die Hauptstadt Kathmandu sowie viele kleinere Orte grossflächig zerstört. Vergangene Woche wurden bei einem weiteren schweren Beben in dem Himalaya-Staat erneut dutzende Menschen getötet und zahlreiche Häuser zerstört.

SDA/hvw

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