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Pistorius kommt frühzeitig aus dem Gefängnis

Ex-Sportstar Oscar Pistorius darf ab kommenden Dienstag in den Hausarrest. Im 2014 war er für die Tötung seiner Freundin zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.

Nach einem Fünftel der vorgesehenen Haftzeit darf er in den Hausarrest: Oscar Pistorius (Archiv)
Nach einem Fünftel der vorgesehenen Haftzeit darf er in den Hausarrest: Oscar Pistorius (Archiv)
Themba Hadebe, Keystone

Der wegen Totschlags verurteilte ehemalige südafrikanische Sprintstar Oscar Pistorius wird am Dienstag aus dem Gefängnis in den Hausarrest entlassen. Das habe eine Bewährungskommission heute entschieden, teilte die Justiz mit. Zuvor habe die Familie der getöteten Reeva Steenkamp eine Stellungnahme abgegeben. Der 28-Jährige verbüsste knapp ein Jahr seiner fünfjährigen Haftstrafe im Gefängnis.

Pistorius muss sich im Hausarrest an eine Reihe von Auflagen halten. Unter anderem muss er seine Psychotherapie fortsetzen und darf keine Schusswaffen besitzen. Weitere Bedingungen nannte die Behörde nicht. Es wird erwartet, dass Pistorius den Hausarrest im Haus seines Onkels in einem wohlhabenden Vorort von Pretoria verbringt.

Fristen nicht eingehalten, Prozedere erneut aufgerollt

Pistorius war im Oktober vor einem Jahr wegen des Todes seiner Freundin Steenkamp zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Diese Strafe kann nach Verbüssung von zehn Monaten in Hausarrest umgewandelt werden. Die zuständigen Stellen stimmten einer solchen Umwandlung im Juni auch zu.

Doch zwei Tage vor der für den 21. August vorgesehenen Freilassung ordnete Justizminister Michael Masutha an, das Prozedere noch einmal aufzurollen, weil Fristen nicht eingehalten worden seien.

Staatsanwaltschaft will Verurteilung wegen Mordes

Ungeachtet dessen geht der Strafprozess gegen Pistorius Anfang November in eine neue Runde. Die Staatsanwaltschaft will in der nächsten Instanz eine Verurteilung wegen Mordes erreichen. Sie wirft Pistorius vor, Steenkamp nach einem Streit vorsätzlich durch die Toilettentür seines Hauses erschossen zu haben.

Der beinamputierte Pistorius hat dagegen stets beteuert, er habe hinter der Tür mitten in der Nacht einen Einbrecher vermutet und aus Angst geschossen. Sollte Pistorius wegen Mordes verurteilt werden, müsste er mit einer Freiheitsstrafe von mindestens 15 Jahren rechnen.

SDA/nab

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