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Mann stach seine Frau in Moschee nieder

Ein 40-jähriger Mann hat im Treppenhaus einer Moschee etwas ausserhalb von Uster ZH seine Frau niedergestochen. Zum Glück für sie hat der Imam schnell reagiert.

Vor einer türkischen Moschee an der Zürichstrasse in Nänikon bei Greifensee wollte ein Mann seine Frau überfahren
Vor einer türkischen Moschee an der Zürichstrasse in Nänikon bei Greifensee wollte ein Mann seine Frau überfahren

Es muss ein dramatische Szenerie gewesen sein, gestern Dienstagabend um 19 Uhr. Die Bahnschranke auf der Zürichstrasse beim Ustermer Weiler Werrikon ist unten, auf der Fahrspur Richtung Uster streiten sich im stehenden Auto zwei Eheleute. Sie befinden sich auf der Höhe eines türkischen Kulturzentrums mit integrierter Moschee.

Die 38-jähige Frau steigt aus dem Auto. Der Mann versucht, sie mit dem Fahrzeug anzufahren. Sie rennt ins nächstgelegene Haus, der Eingang zum Kulturzentrum ist offen. Ihr 40-jähriger Ehemann steigt aus dem Gefährt und verfolgt sie mit einem Messer in der Hand. Im Treppenhaus erwischt er sie und verletzt sie mit dem Messer schwer am Hals. Dann flüchtet er mit dem Auto nach Zürich. So etwa könnte die dramatische Aktion abgelaufen sein, wie Zeugen und die Kantonspolizei Zürich berichten.

Erste Hilfe durch den Imam

In der Moschee sind während der Ereignisse Imam Abdullah Firat und ein Gläubiger. Firat reagiert schnell und stoppt die lebensgefährliche Blutung am Hals, indem er ihr ein Tuch um den Hals bindet. Gleichzeitig ruft der Sekretär der Moschee, Nedim Coskun, die Ambulanz. «Abdullah Firat hat der Frau vermutlich das Leben gerettet», sagt Coskun gegenüber Redaktion Tamedia.

Danach läuft die Fahndung. Die Polizei kann den Täter um 20.30 Uhr in Zürich aufgreifen und verhaften. Inzwischen wurde die Frau ins Spital gebracht. «Sie steht ausser Lebensgefahr und ist auf dem Weg der Besserung», sagt Stefan Oberlin, Sprecher der Kantonspolizei Zürich.

Der genaue Tathergang sowie das Motiv bilden Gegenstand der laufenden Ermittlungen durch die Kantonspolizei und die Staatsanwaltschaft, heisst es in einer Mitteilung.

Ehepaar aus der Region Uster

Die Polizei hat mit der Frau reden können, sie befindet sich immer noch in Spitalpflege. Der Mann sitzt in Haft. Das Ehepaar wohnt in der Region Uster und hat zwei Kinder, diese werden betreut. Der 40-jährige Mann ist polizeilich nicht bekannt gewesen, so Oberlin.

Im Gebäude an der Zürichstrasse, in dem sich ein türkisches Kulturzentrum sowie die Moschee befindet, gibt es auch eine Carrosserie und einen Hufschmied sowie eine Wohnung. Die Familie wohnt aber nicht darin.

Entgegen der ersten Mitteilung der Kantonspolizei handelt es sich beim Ehepaar nicht um irakische Staatsbürger, sondern um Schweizer mit irakischen Wurzeln.

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