Putin ausgebuht

Vor Kurzem wäre eine öffentliche Schmähung undenkbar gewesen. Die Stimmung scheint sich angesichts von Krise und Korruption nun aber gegen Politstar und Premierminister Wladimir Putin zu wenden.

Bilder des ausgebuhten russischen Regierungschefs Wladimir Putin bei einem Kampfsportduell in Moskau erfreuen sich derzeit im Internet grosser Beliebtheit. Bis Montagmorgen klickten mehr als 500'000 Menschen ein entsprechenden YouTube-Video an. Putin hatte im Olympiastadion der russischen Hauptstadt am Sonntagabend den Kampf zwischen dem Russen Fjodor Jemeljanenko und seinem Gegner aus den USA, Jeff Monson verfolgt.

Als Jemeljanenko aus dem Kampf in der brutalen Sportart Gemischte Kampfkünste (Mixed Martial Arts, MMA) als Sieger über den stark blutenden Monson hervorging, gratulierte Putin seinem Landsmann und setzte zu einer Rede an.

Von starken Männern und russischen Helden

Zahlreiche Zuschauer reagierten darauf mit lauten Buhrufen und Pfiffen. Erst als Putin Jemeljanenko einen «wirklichen russischen Helden» nannte, gab es Beifall aus dem Publikum. Putin, der es im Judo bis zum schwarzen Gürtel brachte, pflegt durch den Besuch von Kampfsportveranstaltungen sein Image als «starker Mann». Die Sportart MMA, die auch als Free Fight oder Vale Tudo (Alles geht) bekannt ist, vereint Techniken aus verschiedenen Kampfsportarten und lässt unter anderem auch Tritte zu.

rub/AFP

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