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Milliardär Soros unterstützt Marihuana-Legalisierung in Kalifornien

Der 80-jährige Finanzspekulant George Soros macht in Kalifornien 1 Million Dollar für die Durchsetzung eines Volksentscheids locker. Am 2. November stimmt Kalifornien über die Freigabe von Marihuana ab.

«Müssen uns auf schwere Verbrechen konzentrieren»: Milliardär George Soros stiftet 1 Million Dollar für den Abstimmungskampf.
«Müssen uns auf schwere Verbrechen konzentrieren»: Milliardär George Soros stiftet 1 Million Dollar für den Abstimmungskampf.

Die Befürworter einer Legalisierung von Marihuana im US-Bundesstaat Kalifornien haben einen prominenten und einflussreichen Unterstützer gewonnen: Der Milliardär George Soros stiftete für ihre Kampagne 1 Million Dollar, wie das Bündnis Drug Policy Alliance in Los Angeles mitteilte. Der US-Investor und Hedgefonds-Manager engagiert sich mit seiner Stiftung weltweit für gemeinnützige Zwecke.

Soros hatte in einem Gastbeitrag für das «Wall Street Journal» am Dienstag seine Unterstützung der Kampagne angekündigt, aber keine konkreten Angaben zu seiner Spende gemacht. «Marihuana zu regulieren und zu besteuern würde den Steuerzahlern Milliarden Dollar für Strafverfolgung und Inhaftierungen ersparen und zusätzlich viele Milliarden Dollar an jährlichen Einnahmen bedeuten», schrieb der aus Ungarn stammende US-Milliardär.

Verbrechen und Gewalt verhindern

Ausserdem werde eine Legalisierung der Droge «Verbrechen, Gewalt und Korruption in Verbindung mit dem Drogenhandel» verringern und der Polizei die Möglichkeit geben, «sich auf schwerwiegende Verbrechen zu konzentrieren». Mögliche Mängel bei der Neuregelung könnten «auf der Grundlage von Erfahrungen korrigiert» werden.

Über den Vorschlag zur Legalisierung von Marihuana, die sogenannte «Proposition 19», wird in Kalifornien am 2. November, dem Tag der US-Kongresswahlen, abgestimmt. Er sieht vor, Bürgern ab 21 Jahren den Besitz, Anbau und Transport von Marihuana «für den persönlichen Gebrauch» zu erlauben. Seit 1996 ist in Kalifornien bereits der Marihuana-Konsum aus medizinischen Gründen gestattet.

AFP/pbe

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