Zum Hauptinhalt springen

«Ich möchte meine Freunde nicht verlieren»

Whitney Toyloy: Sie ist die jüngste Miss Schweiz seit Melanie Winiger. An den Sieg geglaubt hat sie erst ganz am Schluss.

Selbstbewusst in Pose: Whitney Toyloy im Bikini-Durchgang.
Selbstbewusst in Pose: Whitney Toyloy im Bikini-Durchgang.
Keystone
Noch mit offenen Haaren: Die spätere Miss zu Beginn der Show.
Noch mit offenen Haaren: Die spätere Miss zu Beginn der Show.
Keystone
Whitney Toyloy versteht sich als Vertreterin der multikulturellen Schweiz.
Whitney Toyloy versteht sich als Vertreterin der multikulturellen Schweiz.
Keystone
1 / 11

Mitten im Blitzlichtgewitter sitzt sie da, die neue Miss Schweiz und Nachfolgerin von Amanda Ammann. Whitney Toyloy, die 18-jährige Gymnasiastin aus Yverdon, kann es noch kaum fassen. Immer wieder laufen ihr Tränen über die Wangen. Bevor die Interviews beginnen, umarmt sie kurz ihren Freund, den 22-jährigen Maschinenbaumechaniker Karim. Dann gibt sie Auskunft.

Whitney Toyloy, wie fühlen Sie sich? Es ist ein super Gefühl. Ich bin glücklich für mich und traurig für die andern. Ich bin stolz darauf, eine multikulturelle Schweiz zu vertreten.

Wann haben Sie realisiert, dass Sie gewinnen könnten? Als ich zu zweit Rekha vorne stand. Da wusste ich: Ich könnte es schaffen. Wir haben zusammen gelacht, aber innerlich war ich natürlich total angespannt.

Worauf freuen Sie sich am meisten? Viele Leute zu treffen. Aufs Reisen, darauf etwas von der Welt zu sehen.

Und wovor fürchten Sie sich? Ich habe Angst, meine Familie nicht mehr zu sehen oder meine Freunde zu verlieren. Denn ich möchte, dass alles so bleibt, dass ich weiterhin mit meinen Freunden zusammen sein kann.

Die ganze Familie tritt zur Miss Schweiz. Der Vater, die Mutter, die Geschwister. Der Vater umarmt seine Tocher und sagt lachend: «Du weinst ja, das bin ich mir von dir gar nicht gewohnt.» Sie lacht - und weint dann umso mehr. Ein italienischsprachiger Journalist hält ihr das Mikrofon hin: «Sagen Sie etwas auf Italienisch!» Sie lässt ihre strahlend weissen Zähne aufblitzen und sagt: «Buona sera, mi chiamo Whitney - Guten Abend, ich heisse Whitney.»

Realisieren Sie schon, dass Sie Miss Schweiz sind? Nein, und es wird wohl noch einen Moment dauern. Meine Familie wird es mir noch ein paar Mal sagen müssen.

Warum haben ausgerechnet Sie gewonnen? Fragen Sie die Leute, die gewählt haben. Es ist einfach super. Genial!

Welches ist Ihre Botschaft an die Schweiz? Vielen Dank. Ihr habt bestätigt, was ich wusste: Die Schweiz ist ein multikulturelles Land. Danke, dass ihr mich gewählt habt, die ich genau diese Multikulturalität repräsentiere. Manche meinen, die Schweiz sei ein engstirniges Land. Ihr habt gezeigt, dass es nicht so ist.

Haben Sie ein spezielles Ziel für dieses Jahr? Ich möchte meine Freunde nicht verlieren. Und ich hoffe, dass meine Familie stolz auf mich wird sein können. Ich will mein Bestes geben und zeigen, dass ich der Aufgabe gewachsen bin, obwohl ich jung bin.

Was sagen Sie Leuten, welche solche Veranstaltungen kritisieren? Was soll ich sagen? Es gibt auch Dinge, die ich nicht mag, aber ich akzeptiere, dass andere sie mögen. Mir hat es Spass gemacht - und das ist doch das Wichtigste.

Sie gehen noch ins Gymnasium. Unterbrechen Sie nun Schule? Die Maturaarbeit habe ich zusammen mit einer Kollegin bereits angefangen, und ich möchte sie auch zu Ende führen. Mein letztes Schuljahr werde ich dann in einem Jahr wieder aufnehmen. Ich hoffe, dass ich an der Maturafeier meiner Klasse anwesend sein kann, um meinen Freunden zu gratulieren und mich mit ihnen zu freuen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch