Zum Hauptinhalt springen

Kim Jong-uns Bruder rockt bei Eric Clapton

Er ist der Bruder des nordkoreanischen Diktators und steht auf Rockmusik. Aufnahmen zeigen Kim Jong-chol bei einem Konzert in London.

Schweigend, mit versteinerter Miene, Sonnenbrille und Lederjacke: So schlurfte schon so mancher Rockstar durch die Katakomben der Royal Albert Hall, während er von der Presse umlagert wurde. In London traf das allerdings keinen berühmten Musiker, sondern einen Musik-Fan und den Bruder des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un. Sein Name: Kim Jong-chol.

Laut der britischen BBC ist Kim Jong-chol ein grosser Fan Eric Claptons. Er soll schon bei Konzerten in Deutschland und Singapur dabei gewesen sein. Und eben jetzt in London – an zwei aufeinander folgenden Tagen.

Geniesst das Clapton-Konzert: Kim Jong-chol in der Royal Albert Hall. (Foto: NHK/AVN; 21. Mai 2015)
Geniesst das Clapton-Konzert: Kim Jong-chol in der Royal Albert Hall. (Foto: NHK/AVN; 21. Mai 2015)

Mike Madden, der über das politische Nordkorea blogt, sagte gegenüber der BBC, dass Kim und seine Entourage wahrscheinlich mit nordkoreanischen Diplomatenvisa oder Pässen anderer Länder nach Grossbritannien eingereist seien.

Die südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap vermeldete, Kim sei Freitag nach Moskau geflogen. Doch wo er sich jetzt aufhält, ist unklar.

Kim Jong-chol ist das älteste Kind des ehemaligen Machthabers Kim Jong-il und seiner vierten Frau. Wie sein Bruder ist auch Jong-chol in der Schweiz zur Schule gegangen.

Irgendwann zwischen 1993 und 1998: Kim Jong-chol auf einem Klassenfoto mit seinen Berner Schulkameraden. (Yonhap/Keystone)
Irgendwann zwischen 1993 und 1998: Kim Jong-chol auf einem Klassenfoto mit seinen Berner Schulkameraden. (Yonhap/Keystone)

Eigentlich wäre er als Ältester prädestiniert für die Machtübernahme gewesen. Doch sein Vater mochte seine Art nicht, die in dem Blog als «angenehm und extrovertiert» bezeichnet wird. Der ehemalige japanische Sushi-Chef der Kims schrieb in seinem Buch: Kim Jong-il sah seinen ältesten Sohn als ungeeignet, weil er «wie ein kleines Mädchen» sei.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch