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Kenianer baut Elektro-Rollstühle

Lincoln Wamae fiel auf, wie schlecht sich gehbehinderte Personen in seinem Land fortbewegen können. Deswegen entwarf er einen geeigneten Rollstuhl für sie.

Aus gebrauchtem Material: Lincoln Wamae produziert Elektro-Rollstühle in Kenia. (Video: Tamedia)

Der Erfinder Lincoln Wamae baut in Nairobi, Kenia, elektrische Rollstühle aus gebrauchtem Material. Die Idee kam ihm, als er bemerkte, dass gehbehinderte Menschen im Land grosse Mühe haben, von A nach B zu kommen. Wamae sagt, die öffentlichen Verkehrsmittel seien auch keine Hilfe, da sie es meist nicht schaffen, die Leute zu transportieren. Weiter seien die importierten, herkömmlichen Rollstühle ungeeignet für ein Land wie Kenia mit unwegsamem Gelände und holprigen Strassen.

Umweltfreundlich produziert

Bei dem Entwurf des Elektro-Rollstuhls war es Wamae wichtig, sein Produkt möglichst umweltfreundlich zu produzieren. Deswegen verwendet er keine Treibstoffe. Sein Elektro-Rollstuhl wird über ausgemusterte Laptop-Batterien betrieben. Metallteile findet er auf dem Schrottplatz oder bei einem Gebrauchtwarenhändler. Die Sitze stammen oft von alten Bürostühlen. Einzig den Elektromotor importiert er.

Die Batterien seien das wichtigste Element seines Rollstuhls, meint Wamae. In Kleinarbeit nimmt er jeweils die alten Laptop-Batterien auseinander und sortiert die Brauchbaren aus. Je nach Leistung der Batterie, kann ein Rollstuhl 20 bis 70 Kilometer zurücklegen, bis er wieder aufgeladen werden muss. Wamaes Traum: seine Rollstühle irgendwann in Massen zu produzieren und in ganz Afrika zu verkaufen.

AP/noh

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