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Hier kehrt Schettino auf die Costa Concordia zurück

Francesco Schettino ist erstmals seit der Havarie des Kreuzfahrtschiffs an den Unglücksort zurückgekehrt. Beim Anblick der Costa Concordia zeigte sich der Kapitän emotional.

Die erste Besuch seit der Katastrophe: Kapitän Schettino auf dem Oberdeck der Costa Concordia. (27. Februar 2014)
Die erste Besuch seit der Katastrophe: Kapitän Schettino auf dem Oberdeck der Costa Concordia. (27. Februar 2014)
Keystone
Besucht das Schiff zusammen mit Experten: Kapitän Schettino auf der Costa Concordia.  (27. Februar 2014)
Besucht das Schiff zusammen mit Experten: Kapitän Schettino auf der Costa Concordia. (27. Februar 2014)
Keystone
Die Havarie beschäftigt unzählige Spezialisten seit Monaten: eine Luftaufnahme des Wracks. (26. August 2013)
Die Havarie beschäftigt unzählige Spezialisten seit Monaten: eine Luftaufnahme des Wracks. (26. August 2013)
Keystone
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Francesco Schettino ist gestern Abend auf die Insel Giglio zurückgekehrt. Dies berichtet das lokale Portal «Giglionews». Morgen soll der Ex-Kapitän im Zuge seines Prozesses auch zum ersten Mal wieder an Bord des havarierten Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia gehen. Das zuständige Gericht gab einem Antrag der Verteidigung Schettinos statt, der dem Kapitän erlaubt, bei einem Besuch von Experten auf der Insel und dem Schiffswrack dabei zu sein. Die Fachleute verfassen einen Bericht für das Gericht.

Schettino erreichte Giglio an Bord einer Fähre, die vom toskanischen Hafen Santo Stefano abgelegt hatte. Zeugen berichteten, dass der Kapitän bewegt das Wrack des Kreuzfahrtschiffes beim Anlegen auf der Insel beobachtet habe. Schettino wurde von seinen Rechtsanwälten begleitet.

4200 Passagiere an Bord

Die Costa Concordia hatte vor mehr als zwei Jahren vor der Insel Giglio einen Felsen gerammt und war in Schieflage geraten. Beim Unglück kamen 32 Menschen ums Leben. An Bord befanden sich 4200 Passagiere. Darunter waren auch 69 Schweizerinnen und Schweizer.

Schettino muss sich wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung, Verursachung von Umweltschäden und Verlassen eines Schiffes in Seenot vor Gericht verantworten. Er hatte den Unfallort in einem Rettungsboot verlassen. Die Hafenbehörde forderte ihn mehrmals auf, wieder an Bord des Schiffes zu gehen, wo noch zahlreiche Passagiere festsassen. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft.

SDA/ldc

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