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Gendergaga

Wie sich der zunehmende Einfluss von Sexualitäts-Ideologien in schottischen Toiletten niederschlägt.

Eugen Sorg
Zwei Transsexuelle setzen sich für LGBT-Rechte ein. (Symbolbild)
Zwei Transsexuelle setzen sich für LGBT-Rechte ein. (Symbolbild)
Keystone

Im schottischen Glasgow wird ein neues Primarschulhaus gebaut. Es wartet mit einer kleinen, aber heiss diskutierten pädagogisch-architektonischen Innovation auf: Anstelle der für Mädchen und Knaben bis anhin getrennten Toiletten wird es nur noch Unisextoiletten haben. Viele beunruhigte Eltern hatten sich gegen diese Einrichtung gewehrt, die den biologischen Unterschied zwischen Mädchen und Buben und das entsprechende Bedürfnis nach Privatheit negiere. Die Behörden aber übergingen die Proteste, indem sie sich auf den angeblichen moralischen Mehrwert der ­genderindifferenten Sanitäranlage beriefen. Diese reduziere nämlich Mobbing und «unterstütze die LGBT-Anliegen», behauptete etwa David McEwan, Liegenschaftsverwalter des Erziehungsdepartements, «denn wenn wir Kinder haben, die sich unsicher über ihr Geschlecht sind und sich sorgen, ob sie auf die Mädchen- oder Jungen-Toilette gehen sollen – nun, es spielt keine Rolle».

Wie häufig der Fall eines Kindes ist, das nicht weiss, auf welche Toilette es gehört (wahrscheinlich im dunklen Promillebereich) und wieso diesem eine Einheitstoilette aus seiner existenziellen Konfusion heraushelfen sollte, darüber können McEwan und seine Behörde nichts sagen. Aber es zeigt, wie erfolgreich die Lobbyisten der verschiedenen Schwulen-, Lesben- und anderen sexuellen Minderheitenorganisationen bis dato waren. Die aberwitzige LGBT-Ideologie, dass Geschlecht nicht eine biologisch-evolutionäre Tatsache, sondern ein soziales Konstrukt, eben Gender sei, und die Normalität der Heterosexualität in Wirklichkeit eine patriarchale Herrschaftsanmassung, ist offensichtlich bereits in biederen schottischen Beamtenmilieus angekommen. Viel Arbeit kommt auf uns zu. Auf Facebook kann man sich mittlerweile unter 60 verschiedenen Geschlechtsidentitäten anmelden, von trans*weiblich über Butch, Femme, Drag, genderqueer bis zu inter*Mensch.

Und wenn man sich die Begriffe all der sexuellen Subkulturen und Minisekten gemerkt hat, kommt als Nächstes die korrekte Anrede. «Einer Trans-Frau zum Beispiel», lehrt uns die Webseite Campus Pride, «die mit einer Cis-Gender-Frau ausgeht, die sich als Lesbe identifiziert, darf man zum Beispiel nie sagen, ihre Freundin sei hetero, da sie selber einen Penis habe.» Alles klar, oder nicht?

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