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Erste Bilder aus geschmolzenem Fukushima-Reaktor

Ein Roboter lieferte bisher nicht gesehene Bilder aus dem Katastrophengebiet. Die extreme radioaktive Strahlung war aber zu viel für das Gerät.

Strahlung, die einen Menschen in einer Stunde tötet: Roboter sendet aus dem Innern des havarierten Reaktors (10. April 2015).

Die Betreiberfirma Tepco hat die ersten Bilder aus einem der havarierten Reaktoren in Fukushima veröffentlicht. Ein Roboter filmte Teile der Plattform direkt unter dem Boden des Reaktorkerns und sammelte Daten über Temperatur und Strahlung.

Während die Temperatursensoren im Innern des Reaktorblocks verträgliche 20 Grad zeigten, lag die Strahlung bei rund 10 Sievert pro Stunde. Eine solche Dosis an Radioaktivität würde einen Menschen innerhalb einer Stunde töten.

Auch Roboter sind dagegen nicht gefeit: Das entsandte Erkundungsgerät ist vor Abschluss seiner Mission am Freitag ausgefallen. Wie der japanische Atomkraftwerksbetreiber Tepco mitteilte, blockierte das Gerät, nachdem es zwei Drittel seiner Aufträge erledigt hatte.

Zweiter Robotereinsatz abgebrochen

Die dabei gewonnenen Daten gäben Aufschluss über einen Weg, über den weitere Roboter noch weiter in Innere des Reaktors manövriert werden könnten. Die Daten verbesserten die Basis für künftige Schadensschätzungen, die für den Abbau des bei dem Erdbeben und Tsunami von 2011 beschädigten Atomkraftwerks wichtig sind.

Ein zweiter, für Montag geplanter Robotereinsatz wurde verschoben, um den Technikern Zeit für die Ursachenforschung zum Ausfall des ersten Roboters zu geben.

AKWs bleiben vorerst stillgelegt

In Folge der Atomkatastrophe in Fukushima vor vier Jahren sind derzeit weiterhin alle 48 Reaktoren in Japan abgeschaltet. Das bleibt vorläufig so: Erstmals hat ein Gericht das geplante Wiederanfahren von Atomreaktoren unterbunden. Das Urteil ist ein Dämpfer für die Regierung von Premierminister Shinzo Abe, die schnell wieder die ersten Meiler im Lande in Betrieb gehen lassen will.

In einer einstweiligen Verfügung entschied das Bezirksgericht der Provinz Fukui, dass der Atombetreiber Kansai Electric Power zwei zu Sicherheitsüberprüfungen abgeschaltete Reaktoren im Atomkraftwerk Takahama vorerst nicht hochfahren darf.

SDA/hvw

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