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Dutzende sterben bei Brand in Schuhfabrik

In der philippinischen Hauptstadt Manila brannte eine Schuhfabrik nieder. 72 Menschen verbrannten teilweise bis zur Unkenntlichkeit.

Ein Funken entzündete Chemikalien: Feuerwehrleute versuchen den Brand zu löschen (13. Mai 2015).
Ein Funken entzündete Chemikalien: Feuerwehrleute versuchen den Brand zu löschen (13. Mai 2015).
Al Falcon, Reuters

Bei dem Brand in einer Schuhfabrik in der philippinischen Hauptstadt Manila sind nach jüngsten Angaben 72 Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der bislang geborgenen Leichen entspreche der Zahl der vermissten Arbeiter, sagte der Bürgermeister des Gewerbevororts Valenzuela, Rex Gatchalian.

In den Stunden zuvor hatten die Rettungskräfte dutzende Leichen aus den Trümmern des zweistöckigen Gebäudes gezogen. Viele der Toten seien bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, sagte der nationale Polizeichef Leonardo Espina. «Wir untersuchen derzeit, was genau geschehen ist.» Die Verantwortlichen für den Brand würden «mit Sicherheit» zur Rechenschaft gezogen.

Kritik an Sicherheitsstandards

Das Feuer in der Fabrik war am Mittwoch ausgebrochen, nachdem offenbar ein Funke bei Schweissarbeiten Chemikalien in Brand gesetzt hatte. In der Fabrik wurden billige Flip-Flops für den heimischen Markt hergestellt. Überlebende und Angehörige beklagten die mangelhaften Sicherheitsstandards in der Firma. «Die Familien sind einfach wütend über das, was geschehen ist», sagte Rodrigo Nabo, dessen beiden Schwestern unter den Trümmern des zerstörten Gebäudes vermutet wurden.

Den Berichten zufolge waren die Arbeiter, deren Bezahlung unter dem Mindestlohn lag, in der Produktionshalle umgeben von übelriechenden Chemikalien. Eine verletzte Überlebende sagte dem Fernsehsender ABS-CBN, vielen ihrer Kollegen im zweiten Stock sei durch die Flammen der Fluchtweg abgeschnitten gewesen. Sie arbeite seit fünf Jahre in der Fabrik, berichtete Janet Victoriano, die sich durch die nahegelegene Eingangstür vor den Flammen retten konnte. In dieser Zeit habe sie keine einzige Brandschutzübung erlebt.

AFP/hvw

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