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Acht An'Nur-Mitglieder müssen in U-Haft

Das Zwangsmassnahmengericht hat angeordnet, die acht Erwachsenen, die in der An'Nur-Moschee zwei Personen angegriffen haben sollen, in Untersuchungshaft zu nehmen.

Bedingte Freiheitsstrafe und Landesverweis: Der äthiopische Imam im Winterthurer Bezirksgericht am Donnerstag. (23. November 2017)
Bedingte Freiheitsstrafe und Landesverweis: Der äthiopische Imam im Winterthurer Bezirksgericht am Donnerstag. (23. November 2017)
Walter Bieri/Zeichnung Linda Graedel, Keystone
Ein Äthiopier somalischer Ethnie hat in der Winterthurer An'Nur-Mosche die Anwesenden aufgerufen, Muslime, die nicht in Gemeinschaft beten, zu meiden, zu verleumden und in ihren Häusern zu verbrennen: Ein Kastenwagen der Polizei vor dem Bezirksgericht in Winterthur. (23. November 2017)
Ein Äthiopier somalischer Ethnie hat in der Winterthurer An'Nur-Mosche die Anwesenden aufgerufen, Muslime, die nicht in Gemeinschaft beten, zu meiden, zu verleumden und in ihren Häusern zu verbrennen: Ein Kastenwagen der Polizei vor dem Bezirksgericht in Winterthur. (23. November 2017)
Walter Bieri, Keystone
Seit dem Verschwinden der Geschwister wird das Gotteshaus intensiv beobachtet, von der Polizei und von Journalisten. (24. November 2015)
Seit dem Verschwinden der Geschwister wird das Gotteshaus intensiv beobachtet, von der Polizei und von Journalisten. (24. November 2015)
Walter Bieri, Keystone
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Acht Erwachsene, die vor wenigen Tagen im Umfeld der umstrittenen Winterthurer An'Nur Moschee verhaftet worden sind, müssen in Untersuchungshaft. Dies hat das zuständige Zwangsmassnahmengericht angeordnet.

Die Staatsanwaltschaft Winterthur / Unterland hatte den Antrag auf Anordnung von Untersuchungshaft gestellt. Das Zwangsmassnahmengericht hat diese nun angeordnet, wie die Staatsanwaltschaft heute mitteilte.

Am Dienstag waren neun Erwachsene sowie ein Jugendlicher in Winterthur und Umgebung verhaftet worden. Ihnen wird vorgeworfen, am 22. November 2016 in der An'Nur Moschee in Winterthur zwei Personen muslimischen Glaubens angegriffen, geschlagen, mit dem Tod bedroht und eingesperrt zu haben.

Die Verhafteten wurden mittlerweile von Polizei und Staatsanwaltschaft einvernommen, einer wurde auf freien Fuss gesetzt.

«Aufwändige Untersuchung»

Die Staatsanwaltschaft werde nun die «aufwändige Untersuchung» weiterführen. Sie rechnet mit «mehreren Wochen bis Monaten». Zu gegebener Zeit werde wieder informiert, heisst es weiter.

Bereits in U-Haft sitzt ein 17-Jähriger. Auch gegen ihn wird wegen Angriffs, Freiheitsberaubung, Drohung, Nötigung sowie Körperverletzung ermittelt, wie die Oberjugendanwaltschaft gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte.

Zur Auseinandersetzung in der Moschee dürfte es wegen einer kritischen Medienberichterstattung gekommen sein: Die beiden Angegriffenen wurden offenbar des Verrats beschuldigt. Sie sollen einem Journalisten Informationen über eine umstrittene Predigt weitergegeben haben.

SDA/nag

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