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Er habe sich «verplaudert»Österreichs Präsident nach Corona-Sperrstunde in Beiz erwischt

Der Fehler von Alexander Van der Bellen könnte für den Wirt eine empfindliche Busse zu Folge haben.

Alexander Van der Bellen hatte ein anregendes Gespräch in einem Wiener Restaurant. Und dabei die Zeit vergessen.
Alexander Van der Bellen hatte ein anregendes Gespräch in einem Wiener Restaurant. Und dabei die Zeit vergessen.
Leonhard Foeger / Reuters

Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen und seine Frau Doris Schmidauer sind nach der Corona-Sperrstunde in einem Lokal in Wien von der Polizei erwischt worden. Van der Bellen bestätigte der «Kronen Zeitung» den Vorfall am Sonntag und entschuldigte sich. Er habe sich «verplaudert und leider die Zeit übersehen». Auch die Polizei bestätigte, dass der Bundespräsident bei einer Kontrolle in der Wiener Innenstadt in einem Gastgarten angetroffen wurde. Laut der «Kronen Zeitung» hatten Van der Bellen und seine Frau noch Getränke auf dem Tisch, als das Lokal gegen 0.20 Uhr kontrolliert wurde.

In Österreich dürfen Restaurants, Lokale und Bars aufgrund der Corona-Pandemie derzeit nur bis 23 Uhr öffnen. Für den Wirt könnte der Vorfall daher teure Folgen haben. Das Covid-19-Massnahmengesetz sieht für den Betrieb nach 23 Uhr Strafen von bis zu 30’000 Euro vor. Offiziell war das Lokal aber wohl bereits geschlossen.

Bundespräsident Van der Bellen selbst zeigte sich am Sonntag reumütig. «Das tut mir aufrichtig leid. Es war ein Fehler», sagte er der «Kronen Zeitung». Bei Twitter schrieb er zudem: «Sollte dem Wirt daraus ein Schaden erwachsen, werde ich dafür gerade stehen.»

SDA

31 Kommentare
    Partizia Lehmann

    Ob ein Bundesrat um 01:20 Uhr (d.h. ebenfalls 1h20 nach Sperrstunde) wohl auch gebüsst würde? Ich wage es zu bezeifeln.

    Es sei an SVP-NR Céline Amaudruz erinnert, die sich mittels Anruf bei BR Guy Parmelin aus der Situation retten wollte, nachdem sie alkoholisiert in eine Polizeikontrolle geraten war.