Ölquelle vor US-Küste nach fünf Monaten endgültig dicht

Ölpest

Houston Fünf Monate nach Beginn der schwersten Ölpest der US-Geschichte ist die defekte Ölquelle im Golf von Mexiko endgültig versiegelt.

Experten des britischen BP-Konzerns gelang es, die Quelle mehr als 5000 Meter unter dem Meeresboden mit Zement zu schliessen. «Wir können endlich verkünden, dass die Quelle Macondo 252 tatsächlich tot ist», teilte der Sonderbeauftragte der US-Regierung, Thad Allen, am Sonntag mit. Die versiegelte Quelle «stellt für den Golf von Mexiko keine weitere Gefahr mehr dar.» Mitte Juli hatte BP über dem defekten Ventil am Meeresboden eine riesige Stahlkappe angebracht und damit das monatelange Austreten des Öls beendet. Auslöser der schwersten Ölkatastrophe in der US-Geschichte war die Explosion und der Untergang der Bohrinsel «Deepwater Horizon» am 20. April. 87 Tage lang floss ungehindert Öl ins Meer - insgesamt rund 660'000 Tonnen, mehr als jemals zuvor bei einer Ölkatastrophe. Weite Teile der US-Golfküste wurden verseucht, zeitweise war in rund einem Drittel der amerikanischen Küstenregion der Fischfang verboten. BP hat wegen des Unglücks rund 70 Milliarden Dollar an Marktwert eingebüsst.

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