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Löhne im Corona-JahrÖkonomen überrascht: Angestellte verdienten in der Krise mehr als zuvor

Selbst in den stark betroffenen Gastrobetrieben sind die Löhne im Corona-Jahr 2020 insgesamt nicht eingebrochen.

Restaurants wurden von der Krise hart getroffen. Doch die Angestellten in den Gastrobetrieben verdienten insgesamt kaum weniger als letztes Jahr.
Restaurants wurden von der Krise hart getroffen. Doch die Angestellten in den Gastrobetrieben verdienten insgesamt kaum weniger als letztes Jahr.
Foto: Reto Oeschger

Wirte, Hoteliers, Fitnesscenter, Künstler, Schausteller und Unternehmen der Eventbranche hat die Corona-Krise knüppelhart getroffen. Viele kämpfen bis heute ums Überleben. Etliche mussten Mitarbeiter entlassen. Konzerne schickten Hunderttausende in Kurzarbeit. Im Dezember zählte das Staatsekretariat für Wirtschaft (Seco) 165’000 Arbeitslose, 39 Prozent mehr ein Jahr zuvor. Die Ökonomen des Seco rechneten mit einem Lohnrückgang.

Nun zeigt sich aber Erstaunliches: Insgesamt verdienten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Schweiz im Krisenjahr 2020 nicht weniger, sondern mehr als 2019. Das ergab eine Anfrage beim Verband der kantonalen AHV-Ausgleichskassen. Aus den AHV-Beiträgen lässt sich ermitteln, wie viel Geld in die Lohntüten der Schweizer fliesst. Andreas Dummermuth, Präsident der kantonalen Ausgleichskasse, hat gerechnet. Er sagt: «Die Beiträge des letzten Jahres zeigen, dass das Erwerbseinkommen um rund 1,6 Prozent gestiegen ist.» Das sei «überraschend.» Es zeige, dass «die wirtschaftlichen Massnahmen des Bundes besser gewirkt haben, als angenommen».

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