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Corona im DreiländereckOberrheinrat will Mini-Lockdown in ganzer Nordwestschweiz

Die Tatsache dass etwa in Basel und Lörrach die Restaurants geschlossen sind, in Baselland, Solothurn und Aargau aber nicht, sorge für unerwünschte Sogwirkungen. Der Rat wünscht sich ein einheitliches Vorgehen in der Region.

Der Oberrheinrat lobt die Verschärfung der Corona-Schutzmassnahmen in Basel-Stadt, wie die Schliessung der Restaurants, als vorbildlich.
Der Oberrheinrat lobt die Verschärfung der Corona-Schutzmassnahmen in Basel-Stadt, wie die Schliessung der Restaurants, als vorbildlich.
Foto: Georgios Kefalas (Keystone)

Der Oberrheinrat plädiert für ein einheitliches Vorgehen bei der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie in der trinationalen Grossregion mit der Nordwestschweiz, dem Elsass und dem Südwesten Deutschlands. Der Mini-Lockdown in Basel wird als vorbildlich gelobt.

Die Verschärfung der Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen in grossen Teilen des Oberrheingebiets habe in manchen Gebieten zu einem Angebotsgefälle geführt, teilte der Oberrheinrat am Dienstag mit. Die Tatsache, dass an einigen Orten die Restaurants geschlossen seien, in der kantonalen Nachbarschaft aber nicht, sorge für unerwünschte Sogwirkungen.

Der Oberrhein spricht damit den Umstand an, dass Basel-Stadt, der Kanton Jura sowie die angrenzenden Regionen in Frankreich und Deutschland scharfe Massnahmen ergriffen haben, die Nordwestschweizer Kantone Baselland, Aargau und Solothurn jedoch nicht. Das Beispiel von Basel-Stadt wird als vorbildlich herausgehoben – verbunden mit der Hoffnung, dass die weiteren Kantone diesem Beispiel folgen würden.

Im Kanton Basel-Stadt sind die Gastronomiebetriebe sowie Einrichtungen für den Freizeitsport seit Montag geschlossen. Bei der Ankündigung dieser Massnahmen am vergangenen Freitag hatte der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger darauf hingewiesen, dass Basel vor dem beschossenen Mini-Lockdown Anziehungspunkt für Menschen aus den nahegelegenen Gebieten mit schärferen Einschränkungen geworden sei.

SDA/and

36 Kommentare
    Luca Mueller

    «Der Rat wünscht sich ein einheitliches Vorgehen in der Region.» ... Das klingt ziemlich hilf-, rat- und fantasielos und ist so unpassend wie die Pandemie selbst.

    Auch wenn die NW-Schweiz, das Oberelsass und Südbaden gemeinsam unliebsame Massnahmen beschliessen und durchsetzen würden, dann würden die Grenzen einfach um diesen Rayon erweitert. Die unerwünschte Sogwirkung fände dann an diesen noch grösseren Aussengrenzen statt. Wäre die Ultima-Ratio demnach den ganzen europäischen Kontinent stillegen? Aber selbst da wären wiederum grosse Aussengrenzen mit Sogwirkung...