Nur jeder 12. trägt im Schlauchboot eine Rettungsweste

Jedes Jahr ertrinken fünf Menschen beim Bootfahren auf Flüssen und Seen. Nun starten Behörden eine Kampagne für mehr Sicherheit.

Unberechenbarkeit der Flüsse:Laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) unterschätzen viele Böötler die Gefahren. (Video: Keystone-SDA)

Das «Böötle» auf Schweizer Flüssen wird immer beliebter. Doch nur rund jeder 12. Schlauchboot-Passagier trägt eine Rettungsweste. Die Kampagne «oben bleiben!» ermuntert Freizeitkapitäne, die Sicherheit höher zu gewichten.

Jedes Jahr ertrinken in der Schweiz im Durchschnitt fünf Menschen beim Bootfahren auf Flüssen und Seen. Vier dieser fünf Todesfälle könnten gemäss BFU verhindert werden, wenn Ausflügler Rettungswesten nicht nur im Boot mitführten, sondern auch alle Passagiere diese jederzeit trügen.

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU), die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft (SRLG), die Berner Kantonspolizei sowie die Stadt Bern sensibilisieren mit der am Donnerstag in Thun an der Aare lancierten Kampagne die Schlauchbootfahrerinnen und -fahrer für den Nutzen von Rettungswesten.

Rettungsweste als Lebensversicherung

Dazu haben die Kampagnenpartner eine moderne, halbautomatische Rettungsweste ausgewählt, die laut Mitteilung schmal und bequem zu tragen sei. Wenn man am Auslösegriff zieht, bläst sich die Weste auf und dreht die Person im Wasser auf den Rücken. Dabei schützt der Kragen der Rettungsweste sogar bei Ohnmacht.

Die Kampagne warnt auch vor der Unberechenbarkeit der Flüsse: «Die Gefahr fährt immer mit». Das Schlauchboot könne plötzlich Luft verlieren, kentern, gegen einen Brückenpfeiler prallen oder in eine starke Strömung geraten. In diesen Fällen sei die Rettungsweste eine Lebensversicherung.

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