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Neue WirkstoffproduktionNovartis baut für 70 Millionen Franken in Schweizerhalle

Der Bau von Anlagen zur Herstellung von Medikamentenwirkstoffen, zusätzliche Jobs: Der Pharmakonzern will auch in Zukunft auf Schweizerhalle setzen.

Novartis in Schweizerhalle,: Das Gelände wurde für andere Firmen geöffnet, und der Pharmakonzern investiert hier auch selber weiterhin.
Novartis in Schweizerhalle,: Das Gelände wurde für andere Firmen geöffnet, und der Pharmakonzern investiert hier auch selber weiterhin.
Foto: André Mühlhaupt

Novartis baut im neuen Industriepark in Schweizerhalle für 70 Millionen Franken neue Produktionsanlagen. Dort sollen komplexe Wirkstoffe für neue Medikamente hergestellt werden. Läuft alles nach Plan, werden die neuen Produktionslinien Ende 2021 fertig sein. Auch zusätzliche Arbeitsplätze sollen entstehen.

«Mit dieser Investition stärken wir diesen wichtigen Standort in unserem globalen Produktionsverbund», lässt sich Novartis-Produktionschef Steffen Lang zitieren, der zugleich Mitglied der Konzernleitung ist. Die Herstellung neuartiger und komplexer Wirkstoffe sei auch in Zukunft eine Kernkompetenz des Teams in Schweizerhalle. Die Produktion laufe dort in einem kontinuierlichen Schichtbetrieb und mit qualifizierten Angestellten.

Novartis hatte Ende 2018 sämtliche seiner Infrastruktur- und Dienstleistungsgebäude in den neuen Infrastrukturpark Schweizerhalle in Muttenz eingebracht. Er wird von der unabhängigen Betreiberin Getec geführt, an die auch Clariant die Entwicklung der neuen Anlage abgab.

Im neuen Industriepark ist es kostengünstiger

Der neue Industriepark soll in den Bereichen Chemie, Life-Sciences und Energiedienstleistungen aufgestellt sein. Diese Woche wird auch Syngenta dort ihre neue Produktionsanlage für Pestizide eröffnen.

Die Verbindung der beiden zuvor getrennten Chemieareale von Clariant und Novartis in Muttenz zu einem neuen, breit aufgestellten Industriepark soll eine grössere Effizienz ermöglichen. Die Betreiberin ist mit Getec eine ostdeutsche Industriedienstleisterin, die mehrheitlich dem schwedischen Investmentfonds EQT Infrastructure gehört.

Novartis analysiert seine Aktivitäten der Arzneimittelherstellung, um eine bessere Nutzung der Kapazitäten und Anlagen zu ermöglichen. Für das Werk Schweizerhalle hatte dies 2018 ein Umdenken ergeben: nämlich die Zusammenlegung mit Clariant und die Gründung eines neuen Industrieparks auch für andere Firmen. So konnte die kritische Grösse und damit eine kostengünstige Produktion besser erreicht werden. Denn Versorgung und Entsorgung lassen sich so zentralisieren – und effizienter durchführen. Deswegen hatte Novartis seine Einrichtungen hierfür an die neue Betreiberin Getec verkauft. Die Gebäude und Grundstücke für die Pharmaproduktion dagegen sind im Besitz von Novartis verblieben.

Getec will den Industriepark möglichst ohne CO₂-Emissionen betreiben. Der Dienstleister erzeugt die notwendige Energie bevorzugt aus Rest- und Abfallstoffen.