Zum Hauptinhalt springen

US-Open-DisqualifikationNovak Djokovic fühlt sich «traurig und leer»

Nach seinem Fehlverhalten am US Open verliess der Weltranglisten-Erste den Platz ohne Kommentar und blieb auch der anschliessenden Pressekonferenz fern. Nun hat er sich doch noch zu Wort gemeldet.

Will aus seinem Fehlverhalten eine «Lektion» lernen: Novak Djokovic. (6. September 2020)
Will aus seinem Fehlverhalten eine «Lektion» lernen: Novak Djokovic. (6. September 2020)
Keystone/Seth Wenig
Alle Entschuldigungen nützten nichts:
Alle Entschuldigungen nützten nichts:
keystone-sda.ch
Nach einer längeren Diskussion zwischen Soeren Friemel, Tournament Referee (links), und Novak Djokovic wird klar, dass den Verantwortlichen gemäss Regelbuch gar keine andere Wahl als die Disqualifikation blieb.
Nach einer längeren Diskussion zwischen Soeren Friemel, Tournament Referee (links), und Novak Djokovic wird klar, dass den Verantwortlichen gemäss Regelbuch gar keine andere Wahl als die Disqualifikation blieb.
Keystone/Jason Szenies
1 / 5

Der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic hat sich nach seiner Disqualifikation bei den US Open der Tennisprofis in den sozialen Netzwerken zerknirscht gezeigt und für den Vorfall entschuldigt. «Diese ganze Situation lässt mich wirklich traurig und leer zurück», hiess es in einem in der Nacht zum Montag veröffentlichten Instagram-Eintrag des 33 Jahre alten Serben. Er wolle sein Fehlverhalten auf dem Platz und die darauf folgende Disqualifikation als «Lektion» nehmen.

Djokovic hatte in seinem Achtelfinale in New York am Sonntag gegen den Spanier Pablo Carreno Busta nach einem verlorenen Aufschlagspiel im ersten Satz wütend einen Ball weggeschlagen und dabei eine Linienrichterin getroffen. Zwar hatte Djokovic den Ball nicht mit Absicht in Richtung der Linienrichterin geschlagen, sie ging aber zu Boden und hatte danach sichtlich Probleme mit der Atmung.

«Es tut mir extrem leid, dass ich ihr solch einen Stress bereitet habe. So unbeabsichtigt. So falsch», hiess es in der Stellungnahme Djokovics. Er habe sich bei den Turnier-Veranstaltern erkundigt, die Linienrichterin fühle sich okay. Zur üblichen Pressekonferenz war der Topfavorit nach seinem Aus nicht erschienen.

Der fatale Moment: Djokovic schlägt den Ball weg und trifft damit die Linienrichterin.

DPA/chk