Zum Hauptinhalt springen

Neues Corona-SchutzkonzeptNordwestschweiz zieht Schraube an

Ab Donnerstag sind im Aargau, im Baselbiet, in Basel-Stadt und in Solothurn nur noch Menschenansammlungen bis 100 Leute erlaubt.

Restaurants dürfen ab Donnerstag nur noch 100 Gäste aufs Mal beherbergen.
Restaurants dürfen ab Donnerstag nur noch 100 Gäste aufs Mal beherbergen.
Foto: Nicole Pont

Der Regierungsrat Basel-Stadt hat in Abstimmung mit den Kantonen Basel-Landschaft, Aargau und Solothurn weitere Schutzmassnahmen beschlossen, um die lokale Ausbreitung des Coronavirus bestmöglich unter Kontrolle zu halten. Die Massnahmen betreffen die Reduktion der Anzahl Gäste von bisher 300 auf neu 100 Personen in Restaurationsbetrieben, Bars, Diskotheken, Tanzlokalen und an Veranstaltungen. Diese Regel muss eingehalten werden, wenn weder die Abstandsregeln eingehalten werden können noch Schutzmassnahmen wie Masken oder Abschrankungen vorgesehen sind, sondern lediglich das Erfassen von Kontaktdaten vorgegeben ist. Die Massnahme tritt laut einer Medienmitteilung ab Donnerstag in Kraft und gilt bis zum 31. Dezember.

Um der Gefahr einer örtlichen Ausbreitung des Virus vorzubeugen, hat der Regierungsrat Basel-Stadt in Anschluss an die kürzlich eingeführten verstärkten Identitätskontrollen weitere Schutzmassnahmen angeordnet und die kantonale Verordnung angepasst. Der Regierungsrat Basel-Stadt nehme die deutliche Mahnung der Science Task Force ernst, Massnahmen zu ergreifen, bevor die Fallzahlen stark ansteigen würden. Die Science Task Force empfiehlt, in der jetzigen Phase grossen Menschenansammlungen ein besonderes Augenmerk zu schenken, um lokale Ausbrüche zu verhindern. In anderen Kantonen konnte festgestellt werden, dass Contact Tracing in Folge von Restaurationsbesuchen und Veranstaltungen bei 300 Personen aus mehreren Gründen anspruchsvoll ist.

Getrennte Bereiche möglich

Wie die Baselbieter Gesundheitsdirektion schreibt, müsse sie mehr und mehr Leute wegen einer möglichen Ansteckung mit dem Corona-Virus benachrichtigen. In den kommenden Tagen und Wochen könnten die Fallzahlen weiter steigen. Die Beschränkung auf 100 Gäste beziehe sich sowohl auf Innen- wie auch auf Aussenräume. Allerdings können Restaurants mehrere Bereiche mit maximal 100 Personen betreiben. Die Kontakdaten seien dabei für jeden Bereich einzeln zu erheben. Ausserhalb dieser Gästebereiche müsse bei einer Durchmischung entweder der Mindestabstand von 1,5 Meter eingehalten oder eine Schutzmaske getragen werden.

Falls diese Regelung von den Restaurants nicht befolgt wird, werde sie zwangsweise durchgesetzt oder der Betrieb bei wiederholtem Missbrauch geschlossen. Ein Clubbetreiber, die Bar Rouge in Basel, hat gegenüber dieser Zeitung bereits angekündigt, den Betrieb als Folge des neuen Massnahmenpakets vorübergehend wieder zu schliessen.

Update folgt…

52 Kommentare
    vico

    Wenn es um Verbote geht ist Basel sofort dabei,ausgenommen Demonstrationen die gehören in den Kulturbereich,mitmachen ist ehrensache,ein weitererGrund um ennet der Grenze einzukaufen,man spart nicht nur Geld,sondern auch Aerger