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Sport kompaktTrainer Thomas Tuchel muss bei PSG gemäss Medienberichten gehen

Clint Capela fehlt beim Startsieg der Atlanta Hawks +++ NHL veröffentlicht Spielplan für neue Saison +++ Hazard fehlt dem BVB erneut längere Zeit +++

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Fussball: Trainer Tuchel muss gemäss Medienberichten bei PSG gehen

Keine besinnlichen Weihnachten für Thomas Tuchel: Der Deutsche ist offenbar nicht mehr Trainer bei Paris Saint-Germain. Wie die deutsche «Bild» und mehrere andere Medien berichten, wurde dem 47-Jährigen gekündigt. PSG hatte noch am Mittwochabend 4:0 gegen Racing Strassburg gewonnen. In der Tabelle liegt der Meister einen Punkt hinter dem Top-Duo Olympique Lyon und OSC Lille. Eine Bestätigung für die Entlassung gab es am Heiligabend zunächst nicht.

Tuchel war seit Sommer 2018 Trainer der Pariser Mannschaft und holte in seiner ersten Saison mit dem Ligue-1-Dominator gleich den Meistertitel. In der Champions League erreichte das Team 2020 unter dem Deutschen erstmals den Final, unterlag dort aber Bayern München mit 0:1.

Pochettino soll kommen

Laut Informationen des Senders RMC Sport und der Zeitung «Le Parisien» zufolge soll der Argentinier Mauricio Pochettino – zuletzt Trainer von Tottenham Hotspur – Nachfolger von Tuchel werden. Der 48-Jährige spielte einst für PSG. (lai/dpa)

Ist seinen Job offenbar los: Thomas Tuchel.
Ist seinen Job offenbar los: Thomas Tuchel.
Foto: Imago
Basketball: NBA-Start ohne Capela, Celtics in letzter Sekunde

Der einzige Schweizer in der NBA, Clint Capela, hat den Auftakt verpasst. Der Center aus Genf fehlte bei den Atlanta Hawks wegen Achillessehnen-Beschwerden. Sein Team startete trotzdem erfolgreich in die neue Saison: Gegen die Chicago Bulls siegte Atlanta 124:104.

Die Boston Celtics sind mit einem Sieg in letzter Sekunde gegen die Milwaukee Bucks in die neue NBA-Saison gestartet. Die Celtics gewannen eine packende Partie 122:121 – Bostons Jayson Tatum verwandelte 0,4 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Drei-Punkte-Wurf. Im Gegenzug hatte Giannis Antetokounmpo die Chance zum Ausgleich. Doch der zweifache wertvollste Spieler der besten Basketball-Liga der Welt verfehlte den letzten Freiwurf. Die Washington Wizards unterlagen den Philadelphia 76ers mit 107:113 – obwohl Russell Westbrook in seinem ersten Spiel für die Wizards ein sogenanntes Triple Double verbuchte: 21 Punkte, 15 Assists und 11 Rebounds. (lai/dpa)

Die Atlanta Hawks (in Schwarz) siegten gegen die Chicago Bulls.
Die Atlanta Hawks (in Schwarz) siegten gegen die Chicago Bulls.
Foto: Imago/ZumaWire
Eishockey: NHL veröffentlicht Spielplan für die neue Saison

Die nordamerikanische Eishockey-Liga NHL hat den Spielplan für die neue Saison veröffentlicht. Die Spielzeit startet demnach am 13. Januar mit fünf Spielen, darunter dem Duell zwischen Stanley-Cup-Champion Tampa Bay Lightning und den Chicago Blackhawks. Die verkürzte reguläre Saison soll nach 56 Partien pro Team am 8. Mai enden. Wegen der Reisebeschränkungen an der kanadisch-amerikanischen Grenze werden die sieben kanadischen Teams erstmals seit 1924 in einer eigenen Division unter sich bleiben. Die Teams aus den USA sind in eine East, Central und West Division mit je acht Teams eingeteilt. Auch hier treten die Teams nur innerhalb der Divisionen gegeneinander an. Die vier besten Teams jeder Division qualifizieren sich für die Playoffs, wobei sie auch in den ersten beiden Runden unter sich bleiben. Die vier Divisionssieger spielen dann in Halbfinal- und Finalserien den Stanley-Cup-Champion aus. Die Playoffs werden im traditionellen Format Best of Seven gespielt. In der Saison 2021/22 soll die Rückkehr zu einem normalen Saisonablauf erfolgen. (dpa)

Fussball: Rolf Feltscher in die 2. Bundesliga

Die Würzburger Kickers aus der 2. Bundesliga haben Rolf Feltscher verpflichtet. Der 30 Jahre alte Rechtsverteidiger und ehemalige GC-Spieler kommt ablösefrei von Los Angeles Galaxy, wie die Kickers am Mittwoch bekanntgaben. Angaben über die Vertragslaufzeit machte der Club nicht. Nach Stationen in Italien und einem einjährigen Engagement beim FC Lausanne wechselte er 2014 zum MSV Duisburg, mit dem ihm der Sprung in die 2. Bundesliga gelang. Nachdem er in Spanien für den FC Getafe und Real Saragossa spielte sowie für den walisischen Club Cardiff City wechselte Feltscher in die USA, wo er bei Galaxy drei Jahre unter Vertrag stand und unter anderem mit Zlatan Ibrahimovic zusammenspielte.

«Rolf bringt viel Erfahrung, auch in schwierigen Situationen, mit. Neben seiner fussballerischen Qualität hat uns besonders seine mentale Stärke überzeugt», sagte Kickers-Vorstand Sport Sebastian Schuppan über den Rechtsverteidiger, der bisher 26 Länderspiele für Venezuela bestritt. (dpa)

Fussball: Hazard wieder verletzt

Borussia Dortmund muss mehrere Wochen auf Offensivspieler Thorgan Hazard verzichten. Der Belgier zog sich am Dienstag beim 2:0 im DFB-Pokal bei Eintracht Braunschweig eine Muskelverletzung zu. Das teilte der BVB am Mittwoch mit. Hazard war in Braunschweig eingewechselt worden, verliess aber in der Nachspielzeit schon vor dem Spielende wieder das Feld. Der 27-Jährige hatte gerade erst eine Verletzung auskuriert und war erst seit Montag wieder im Mannschaftstraining. (dpa)

Thorgan Hazard (r.) ist schon wieder verletzt. (Foto: Keystone/Swen Pförtner)

Fussball: Atlético-Verteidiger Trippier für zehn Wochen gesperrt

Der englische Nationalspieler Kieran Trippier ist wegen des Verstosses gegen Wettregeln für zehn Wochen gesperrt worden. Zudem muss der Verteidiger von Atlético Madrid eine Geldstrafe von rund 77'000 Euro zahlen, wie der englische Fussball-Verband FA am Mittwoch mitteilte.

Die Sperre gilt weltweit und tritt sofort in Kraft, so dass Trippier dem Tabellenführer der spanischen Liga für insgesamt zwölf Ligaspiele fehlt. Auch beim Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Chelsea am 23. Februar ist er nicht dabei.

Der 30-Jährige soll insgesamt sieben Verstösse begangen haben. In vier Fällen wurde er von der FA für schuldig befunden, Trippier selbst bestreitet sämtliche Vorwürfe. Es geht um Wetten, die im Juli 2019 abgegeben wurden. Zu diesem Zeitpunkt wechselte Trippier von den Tottenham Hotspur zu Atlético. (dpa)

Bekommt unfreiwillig eine lange Winterpause: Kieran Trippier wurde für zehn Wochen gesperrt.
Bekommt unfreiwillig eine lange Winterpause: Kieran Trippier wurde für zehn Wochen gesperrt.
Foto: Imago
Eishockey: Ein weiterer Schwede für den SC Bern

Nach dem Abgang von Gaëtan Haas hat der SCB bis Saisonende den Schweden Jesper Olofsson verpflichtet. «Durch den Wegzug von Haas ergibt sich die entsprechende Lohneinsparung. Die Kosten für Olofsson werden zusätzlich durch eine teilweise Fremdfinanzierung reduziert», schreibt der Club. Der 28-jährige Flügelstürmer hat seit sieben Jahren, zuletzt zwei Jahre bei Färjestad, in der höchsten schwedischen Liga gespielt und in 296 SHL-Spielen 142 Punkte (77 Tore, 65 Assists) erzielt. Er wird am 29. Dezember, wenn die Mannschaft des SCB aus der Quarantäne zurückkehrt, erstmals mit den Bernern trainieren und dem Team am Mittwoch, 30. Dezember im Derby SCL Tigers - SCB zur Verfügung stehen. Olofsson komplettiert das Ausländerquartett um Torhüter Tomi Karhunen (Finnland) sowie die Mittelstürmer Dustin Jeffrey (Kanada) und Ted Brithén (Schweden). (rek)

Kann beim SCB noch dieses Jahr seinen Einstand geben: Jesper Olofsson.
Kann beim SCB noch dieses Jahr seinen Einstand geben: Jesper Olofsson.
Foto: Imago
Fussball: 32 Coronafälle in einer Woche

Mit 32 positiven Corona-Tests in einer Woche ist in den beiden höchsten englischen Fussball-Ligen der Frauen ein Höchstwert registriert worden. Wie der nationale Verband FA am Mittwoch auf Basis einer Statistik mitteilte, gab es seit Beginn der Testserien am 2. Juli noch nie so viele Covid-19-Fälle. In der Woche vom 14. bis 20. Dezember wurden 864 Testungen bei Spielerinnen und Clubmitarbeitern in der Women's Super League und der Women's Championship vorgenommen.

Die jüngste relativ hohe Quote von vier Prozent positiver Tests ist bemerkenswert. Der bisherige Corona-Höchstwert in den Frauen-Ligen — zehn positive Tests — war in der Woche vom 19. bis 25. Oktober registriert worden. Eine neue Variante in Grossbritannien macht neuen Untersuchungen zufolge das Coronavirus sehr wahrscheinlich leichter übertragbar. Zu diesem Schluss kamen Experten der englischen Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE). (dpa)

Basketball: Lakers verlieren zum Saisonstart

Die Los Angeles Lakers sind mit einer Niederlage in die neue NBA-Saison gestartet. Der Champion verlor im Stadtduell mit den Los Angeles Clippers am Dienstagabend (Ortszeit) 109:116. Matchwinner war Paul George mit 33 Punkten, 6 Assists und 3 Rebounds. Superstar LeBron James kam auf 22 Punkte.

Im ersten Spiel der auf 72 Hauptrunden-Partien je Team verkürzten Saison gewannen die Brooklyn Nets zuvor ihr Heimspiel gegen die Golden State Warriors 125:99. Warriors-Star Stephen Curry kam bei seiner Rückkehr nach langer Verletzung auf ein Double-Double aus 20 Punkten und 10 Vorlagen, bei den Nets war Kyrie Irving mit 26 Zählern der beste Werfer. (dpa)

Football: Erneut 45 Corona-Fälle in der NFL

In der National Football League hat es die zweite Woche in Folge 45 neue positive Corona-Tests gegeben. Wie die NFL am Dienstag mitteilte, waren in der Woche vom 13. bis 19. Dezember 14 Spieler und 31 andere Mitarbeiter der Teams betroffen. Damit sind nun seit dem 1. August 560 Personen aus der NFL positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die NFL steht am Ende ihrer Hauptrunde und hat vor den Playoffs nur noch zwei Spieltage vor sich. Nach den vielen Fällen aus den vergangenen Wochen häuft sich in den US-Medien die Kritik daran, dass die Liga trotzdem weiter spielt. (dpa)

Fussball: Verfahren gegen Luzern-Goalie eröffnet

Marius Müller war am Sonntag nicht zu halten und tobte nach dem Spiel gegen Lausanne. Der Deutsche nahm kein Blatt vor den Mund und regte sich fürchterlich über die Schiedsrichter in der Schweiz auf. «Ich könnte kotzen» sagte er unter anderem, «es kann nicht sein, dass ihr in der Schweiz nur einen guten Schiedsrichter habt».

Teilte nach dem Spiel gegen Lausanne aus: Luzern-Goalie Marius Müller.
Teilte nach dem Spiel gegen Lausanne aus: Luzern-Goalie Marius Müller.
Freshfocus

Das könnte nun Folgen haben für den Goalie des FC Luzern. Die Swiss Football League (SFL) hat ein Verfahren gegen den 27-Jährigen eingeleitet. Ihm droht eine Sperre und eine Geldstrafe. (mro)

Eishockey: Ein weiterer Abgang vom ZSC nach Davos?

Transfers zwischen Eishockey-Clubs werden in Zeiten von Corona zwar nicht kommuniziert. Selbstverständlich passieren sie dennoch. So wird zum Beispiel ZSC-Stürmer Axel Simic (21) ab nächster Saison für den HC Davos spielen. Den gleichen Weg könnte nun auch sein Zürcher Kollege Raphael Prassl (23) gehen. Sein Vertrag läuft Ende Saison aus, die Gespräche mit dem HCD sind schon weit fortgeschritten. Es wäre der bereits dritte jüngere Neuzugang im Angriff der Bündner, die auch Biels Valentin Nussbaumer (20) zu sich holen dürften. Hingegen werden mittlerweile schon zwei prominentere Abgänge im HCD-Angriff immer wahrscheinlicher: Jener von Fabrice Herzog und wohl auch jener von Luca Hischier. Insgesamt laufen in Davos Ende Saison nicht weniger als 17 Spielerverträge aus. (kk)

Wie lange spielt Raphael Prassl noch für die Zürcher? (Foto: Keystone)

Tennis: Becker über Rassismus: «Ich hätte deutlich mehr früher machen müssen»

Tennis-Legende Boris Becker sieht Rassismus als wichtigstes Thema – im Jahresrückblick und für sich selbst. «Was da auf den Strassen auf der ganzen Welt los war, das ist für mich das wichtigste Thema 2020 und für den Rest meines Lebens», sagte der ehemalige Tennisprofi über die Black-Lives-Matter-Bewegung. Am Dienstag veröffentlichte Amazon Music die dritte Folge des Podcasts «Boris Becker – Der fünfte Satz», in dem der 53-Jährige mit Moderator Johannes B. Kerner spricht. Mit seinen Partnerinnen und Kindern habe er seit Jahren Rassismus miterlebt. Gehandelt habe er aber lange nur im privaten Umfeld, sagte Becker. Doch auch dort habe er etwa rassistische Witze teils durchgehen lassen. Und erst jetzt äussere er sich öffentlich gegen Rassismus. «Ich hätte deutlich mehr früher machen müssen», sagte der dreifache Wimbledon-Gewinner. (dpa)

Becker will sich mehr gegen Rassismus einsetzen.
Becker will sich mehr gegen Rassismus einsetzen.
Foto: Mark Thomas (Imago)
Ski alpin: Doch kein Comeback von Hirscher

Viel war spekuliert worden in den vergangenen Tagen und Wochen, nur räumte Marcel Hirscher am Montag in der Sendung «Sport und Talk aus dem Hangar-7» auf ServusTV alle Gerüchte definitiv aus dem Weg: Es gebe für ihn keine Chance auf eine Rückkehr. «Profisport ist selten ein Genuss», so der 31-Jährige, der 67 Siege im Weltcup feierte und diesen achtmal gewann.

Angeheizt worden waren die Spekulationen durch ein Instagram-Video, das Hirscher auf seinem Profil teilte. Es zeigte ihn auf der Reiteralm, in «Renn-Montur». Der 31-Jährige carvte wie zu seiner aktiven Zeit durch den Riesenslalom-Kurs. «Es war mir nicht bewusst, dass das so aufgegriffen wird. Ich wollte einfach nur Skifahren gehen», sagte der Österreicher nun am Montag. (erh)

American Football: Kevin Greene 58-jährig verstorben

Der frühere US-amerikanische Footballstar Kevin Greene ist tot. Wie die Hall of Fame der National Football League am Dienstag bekanntgab, starb Greene am Montag im Alter von 58 Jahren. Greene spielte als Linebacker und Defensive End insgesamt 14 Jahre in der US-Profiliga – für die Los Angeles Rams, die Pittsburgh Steelers, die Carolina Panthers und die San Francisco 49ers. Gefürchtet war Greene vor allem für seine Sacks: In 228 Spielen brachte er 160 Mal den gegnerischen Quarterback vor einem Passversuch zu Fall – er ist damit der drittbeste Profi in dieser Statistik. Nach seinem Ende als aktiver Profi feierte er 2010 als Defensive Coordinator der Green Bay Packers den Super-Bowl-Sieg. (dpa)

Kevin Greene: Er spielte als  Linebacker und Defensive End insgesamt 14 Jahre in der NFL.
Kevin Greene: Er spielte als Linebacker und Defensive End insgesamt 14 Jahre in der NFL.
Archivfoto (1993): Harry Scull Jr (Getty Images)
American Football: Dritte Niederlage in Folge für Pittsburgh Steelers

Die Pittsburgh Steelers haben in der National Football League durch die dritte Niederlage in Serie den vorzeitigen Division-Titel in der AFC North verpasst. Das Team um den enttäuschenden Star-Quarterback Ben Roethlisberger verlor gegen den Tabellenletzten Cincinnati Bengals überraschend mit 17:27 (0:3, 0:14, 10:0, 7:10). Roethlisberger (38) agierte schwach, warf unter anderem eine Interception bei nur einem Touchdown.

«Die Frustration ist gross», sagte Roethlisberger, der in der ersten Halbzeit nur 19 Yards passte und von Mackensie Alexander abgefangen wurde, was einen Touchdown zur Folge hatte. Er beendete die Partie mit 20 von 38 Pässen für 170 Yards.

Die mit elf Siegen in die Saison gestarteten Pittsburgh Steelers (11:3) führt weiter in der AFC North und haben bereits seinen Playoff-Platz sicher. Die Cleveland Browns (10:4) könnten aber noch vorbeiziehen. Zum Hauptrundenabschluss am 3. Januar treffen die Steelers auf Cleveland. (dpa)

Eishockey: Auch 2022 kein Absteiger in der National League

Auch 2022 wird in es der National League keinen Absteiger geben. Das haben die Clubs der höchsten Eishockey-Liga anlässlich einer ausserordentlichen GV einstimmig entschieden. Grund dafür sind die wirtschaftlichen Unsicherheiten wegen Covid-19. Ebenso hat sich der Verwaltungsrat mit der Zukunft der National League befasst. Im Rahmen der strategischen Ausrichtung 2022 wurde im Wesentlichen über die Inhalte des Aktionärsbindungsvertrages debattiert und zugestimmt.

Wie Swiss Ice Hockey mitteilt, werden nun die Einzelheiten zu den Themen (Aufnahme neuer Clubs in die Liga bzw. Ausschluss von bestehenden Clubs, Ausländerreglung, Agentenwesen, finanzielle Fairplay-Regelungen) erarbeitet. Die Liga teilt mit, dass die Absicht bestehe, ein Financial Fairplay einzuführen und eine moderate Erhöhung der Anzahl ausländischer Spieler vorzunehmen. Das aber noch nicht gerade jetzt. So wird in der Saison 2021/22 die aktuell bestehende Ausländerregelung (4 spielberechtigte Ausländer, maximal 8 Lizenzen für ausländische Spieler) unverändert gelten.

Auch wenn eigentlich noch kein Entscheid fix ist, die Fanszenen wehren sich bereits jetzt. Sie haben sich zu einem Statement zusammengetan und sich kritisch zu der geplanten Ligareform der National League geäussert. Besonders eine Anpassung der Ausländerzahl wollen sie nicht. (nih)

Tennis: Roger Federer zum 18. Mal in Folge zum ATP-Fanliebling gewählt

Diese Serie ist historisch. Zum 18. Mal hintereinander gewinnt Roger Federer. Nein, die Rede ist nicht von einem Turnier oder von einer Tennis-Partie. Es geht um den ATP-Award als Fanliebling. Wie die ATP am Montagabend mitteilt, erhält Federer diesen nämlich zum 18. Mal in Folge. Die Wahl überrascht, spielte der Schweizer in diesem Jahr doch nur am Australian Open.

In einem Twitter-Post bedankt sich der 39-Jährige bei der ATP und seinen Fans. «Danke an alle Tennisfans, die für mich gevotet und an mich geglaubt haben. Und mich zurück auf der Tour sehen wollen. Ich trainiere hart, um das möglich zu machen. Ich hoffe, ich kann sehr sehr bald wieder vor euch allen spielen», sagt er.

Seine Worte werden seine Fans freuen. Schliesslich schockte der Tennis-Star Mitte Dezember die Schweizer Sportwelt, als er bei den «Sports Awards», bei denen er zum besten Schweizer Sportler der letzten 70 Jahre ausgezeichnet wurde, meinte: «Wenn es das gewesen sein soll, wer weiss, dann wäre es ein unglaublicher Schlusspunkt.» Und: «Ich hoffe, es gibt noch etwas von mir zu sehen im neuen Jahr.» (nih)

Roger Federer darf sich freuen. Er ist der Liebling der Fans. (Foto: Imago)

Fussball: SFL setzt nächste Meisterschaftsrunden an

Bereits Mitte Januar 2021 startet die Super League wieder. Das heisst, dass die Schweizer Fussballer keine lange Winterpause haben. So wird das Nachtragsspiel der 10. Runde zwischen Sion und Lugano auf den Sonntag, 16. Januar angesetzt, wenige Stunden nach dem legendären Lauberhorn-Rennen. Es folgen am Mittwoch, 20. Januar, die Partien zwischen Lugano und YB sowie St. Gallen und Vaduz. Am 23. Januar ist dann der eigentliche Start in die zweite Phase der Super-League-Saison. (nih)

Langlauf: Norwegischer Skistar Petter Northug muss ins Gefängnis

Der ehemalige norwegische Skilangläufer Petter Northug ist am Montag von einem Osloer Gericht zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt worden. Ausserdem muss er seinen Führerschein für immer abgeben. Der 34-Jährige hatte eingeräumt, mehrere Male zu schnell gefahren zu sein und Drogen aufbewahrt zu haben. Northug akzeptierte das Urteil, teilte sein Anwalt mit.

Petter Northug: Der Norweger wurde vom einem Gericht in Oslo zu Haftstrafe verurteilt.
Petter Northug: Der Norweger wurde vom einem Gericht in Oslo zu Haftstrafe verurteilt.
Foto: Getty Images

Im August war Northug von der Polizei angehalten worden, weil er viel zu schnell gefahren war. Bei einer Razzia fand die Polizei anschliessend sechs Gramm Kokain und 0,6 Gramm MDMA in seiner Wohnung. Erste Annahmen, dass er unter Drogeneinfluss gefahren war, hatten sich nicht bestätigt.

Besonders schwer wog nach Ansicht des Gerichts, dass Northug viermal extrem zu schnell gefahren war, dreimal davon schneller als 200 Stundenkilometer in einer 80er-Zone. Damit habe er sein und das Leben anderer unnötig in Gefahr gebracht. Dass er sich selbst dabei filmte und diese Filme an seine Freunde schickte, könnte andere zu ähnlichen Taten anstiften, so der Richter. Northug hatte zuvor eingeräumt, bei diesen Fahrten eine Hand am Lenkrad gehabt und mit der rechten Hand mit dem Handy gefilmt zu haben. Dabei habe er auch andere Fahrzeuge überholt.

Der zweimalige Olympiasieger hatte erst im Mai 2019 seinen Führerschein wiederbekommen, nachdem er wegen einer Alkoholfahrt und Fahrerflucht zu einer Strafe mit Fussfesseln verurteilt worden war. Im August hatte er bei einer Pressekonferenz zugegeben, ein Drogenproblem zu haben. (dpa)