Zum Hauptinhalt springen

Zu wenige Frauen in Kommissionen

Selbst hat sie einen Männeranteil von null Prozent: Die Baselbieter Fachstelle für Gleichstellung fordert eine bessere Verteilung der Geschlechter in regierungsrätlichen Kommissionen.

Hier arbeiten nur Frauen: Gleichstellung BL.
Hier arbeiten nur Frauen: Gleichstellung BL.
zVg

In der Mehrheit der 59 Baselbieter regierungsrätlichen Kommissionen sind die Frauen untervertreten. Nur 26 Kommissionen haben wie vorgegeben einen Frauen- und Männeranteil von je mindestens 30 Prozent; in 33 Gremien stimmt das Verhältnis nicht.

Die Kommissionsmitglieder waren von der Regierung im März 2018 neu gewählt worden. Ein am Dienstag veröffentlichter Bericht von Gleichstellung BL zeigt, dass in 29 Kommissionen (also deren 56 Prozent) der Frauenanteil unter 30 Prozent liegt. In vier Gremien sind die Männer untervertreten.

Insgesamt seien ein Drittel aller Kommissionssitze von Frauen und zwei Drittel von Männern belegt, heisst es weiter. Bei den Kommissionspräsidien seien die Frauen ebenfalls in Unterzahl: Nur ein knappes Viertel der Kommissionen wird von Frauen präsidiert.

Allerdings wird die Vorgabe auch von der Fachstelle für Gleichstellung selbst nicht eingehalten. Unter den fünf Verantwortlichen von Gleichstellung BL befindet sich nämlich kein einziger Mann. Da die Fachstelle keine regierungsrätliche Kommission ist, unterliegt sie allerdings auch nicht dem von ihr gerügten Gesetz. Anders ist es übrigens in Basel-Stadt: Dort ist die Gleichstellungskommission mit fünf Frauen und drei Männern besetzt.

Nach Alter und Amtsdauer verteilt

Die Kommissionen sollen gemäss der entsprechenden Verordnung nicht nur nach dem Geschlecht ausgewogen zusammengesetzt sein, sondern auch nach Alter und Amtsdauer. Diese Vorgaben würden weitgehend eingehalten, heisst es weiter. Allerdings zeige die Auswertung, dass 62 Prozent der Kommissionsmitglieder über 50 Jahre alt und nur rund 12 Prozent unter 40 Jahre alt sind.

Die regierungsrätlichen Kommissionen beraten die Exekutive und die kantonale Verwaltung. Diese Fachpersonen sollten dies aus der Perspektive der Bevölkerung, von Gemeinden und Verbänden tun. Der Richtwert der Geschlechtervertretung in jeder Kommission gilt unter der Bedingung, dass jeweils das Anforderungsprofil erfüllt ist.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch