Was man zum Attentäter weiss

C. C., der Täter von Strassburg, ist radikalisiert und hätte am Dienstag verhaftet werden sollen.

Die Polizei riegelt die Stadt ab: Nach dem Terroranschlag auf einem Weihnachtsmarkt gilt in Strasburg höchste Alarmstufe.

Täter gibt Schüsse an drei Orten ab Am Dienstag gegen 20 Uhr eröffnete ein Mann beim Weihnachtsmarkt in Strassburg das Feuer. Bis 21 Uhr schoss er an drei verschiedenen Orten in der Stadt um sich und lieferte sich Schusswechsel mit Sicherheitskräften und Soldaten. Drei Personen starben, elf weitere wurden verletzt, sechs davon schwer.

Der Täter ist gesucht und gefährlich Der Attentäter ist laut Medienberichten 29 Jahre alt, französischer Staatsbürger mit nordafrikanischen Wurzeln. Mehrere französische Newsseiten haben ihn als C. C. identifiziert. Diese Information ist aber nicht bestätigt. C. wohnte in Strassburg. Er wurde bereits wegen Delikten in Frankreich und Deutschland verurteilt. So verbüsste er in Singen eine Gefängnisstrafe wegen schweren Diebstahls. Anschliessend wurde er im Jahr 2017 nach Frankreich abgeschoben. Gemäss «France Info» hätte er am Dienstagmorgen wegen eines versuchten Mordes im August dieses Jahres verhaftet werden sollen, war aber nicht zu Hause.

Bei den Schusswechseln wurde er von Soldaten verwundet, konnte aber fliehen. Auf der Flucht überwältigte er einen Taxifahrer und flüchtete mit dessen Auto. Der Lenker ist wohlauf. Am Mittwochmorgen war C. noch immer auf der Flucht. Er gilt als gefährlich und soll mit einer Faustfeuerwaffe und einem Messer bewaffnet sein. In seiner Wohnung wurden laut «Le Parisien» zudem Granaten gefunden. 350 Polizisten und Soldaten suchen unter anderem mit Helikoptern nach ihm.

Das Motiv des radikalisierten Täters Die Polizei geht von einem terroristischen Hintergrund aus: Anti-Terror-Einheiten der Pariser Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen übernommen. Der Täter soll sich radikalisiert haben. Er hatte eine «Fiche S» und galt als Gefährder. Die genauen Hintergründe der Tat liegen allerdings noch im Dunkeln. Ein Bekennerschreiben ist noch nicht aufgetaucht. Bisher hat sich auch keine Organisation zur Tat bekannt.

Frankreich ruft die höchste Alarmstufe aus Frankreichs Regierung liess nach dem Anschlag die höchste nationale Sicherheitswarnstufe ausrufen. Das bedeute verstärkte Kontrollen an den Grenzen des Landes. Auch Weihnachtsmärkte würden stärker kontrolliert. Die Innenstadt von Strassburg wurde abgeriegelt.

aqie/SDA

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