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Die militante 69-Jährige, die für die Revolution lebt

Andrea Stauffacher kämpft seit ihrer Jugend gegen das Kapital – manche Polizisten nennen sie nur «die Hexe». Jetzt wird «Andi» eines Anschlags verdächtigt.

Mit Megafon und Sturmhaube: Stauffacher an der Nachdemo am 1. Mai 2006. Foto: Keystone

Mit Megafon und Sturmhaube: Stauffacher an der Nachdemo am 1. Mai 2006. Foto: Keystone

Martin Sturzenegger@Marsjournal
Corsin Zander@corsinzander

Die Zürcher Marxisten der 1980er-Jahre sind längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen: etablierte Politikerinnen, Anwälte, die gern schnelle Autos fahren, oder Pensionierte, die in teuren Häusern am Zürichberg wohnen.

Andrea Stauffacher ist die Ausnahme. Sie ist fast täglich im Chräis Chäib anzutreffen. An der Langstrasse grüssen Jugendliche die Mitgründerin des Revolutionären Aufbaus. Restaurantbesitzerinnen fragen sie um Rat. Selbst bei der Polizei, ihrem unmittelbaren Feind, wo manche sie nur «die Hexe» nennen, gibt es Beamte, die ihr Respekt zollen. «Diese Frau hat einen steinigen Weg gewählt, und sie geht ihn konsequent», wird der langjährige Zürcher Polizist Willy Schaffner in einem Buch über sein Leben zitiert. Jeden Tag lebt die 69-Jährige für die Revolution. Für Kommunismus statt Kapitalismus und liberale Demokratie.

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